BZÖ-Haubner: Ein in Frühförderung investierte Euro bringt 8 Euro Nutzen

Wien (OTS) - Angesichts der katastrophalen Ergebnisse betreffend die Sprachkompetenz von Kindergartenkindern kritisiert die stellvertretende Klubobfrau des BZÖ, Bildungssprecherin Ursula Haubner, den unwürdigen Polit-Showkampf von SPÖ und ÖVP. "Jahrelang ist nichts passiert, jeder Antrag des BZÖ wurde von Rot und Schwarz abgeschmettert und jetzt überschlagen sich die zwei Parteien die dieses Bildungsdesaster zu verantworten haben, in gegenseitigen Schuldzuweisungen. Ich mache der SPÖ, aber auch den Reformblockierern der ÖVP das Angebot, noch vor den Wahlen eine Offensive für eine bessere frühkindliche Förderung zu starten", so Haubner.

Haubner betonte, dass eine gute Ausbildung sowohl den Menschen als auch den Unternehmen eine Reihe an Chancen ermögliche. Daher müsse massiv bei der kindlichen Frühförderung, d.h. bereits im Kindergarten angesetzt werden. Denn es sei zwar in den vergangenen Jahren Einiges geschehen - Stichwort verpflichtendes Kindergartenjahr - die wesentlichen Reformen hätten jedoch nicht stattgefunden. "Eine Studie besagt, dass jeder Euro, der in die frühkindliche Bildung investiert wird, mindestens acht Euro volkswirtschaftlichen Nutzen bringt. Es muss daher vor Schuleintritt vor allem die sprachliche Entwicklung gefördert und dann auch beurteilt werden."

Die BZÖ-Bildungssprecherin forderte, auch im vorschulischen Bereich die Kompetenzen beim Bund zu vereinheitlichen. Außerdem müssten etwa bei der Gruppengröße oder bei der Raumausstattung österreichweit einheitliche Rahmenbedingungen herrschen und flexible Öffnungszeiten angeboten werden. Weiters verlangte Haubner eine Aufwertung der Ausbildung der Kindergartenpädagogen; es brauche eine gleichwertige Ausbildung und Bezahlung - was SPÖ und ÖVP im Parlament immer abgelehnt haben - und deren Assistenten sowie ein einheitliches Gehaltschema für diese Gruppe. "Beim derzeitigen Kompetenzwirrwarr zwischen Bund, Ländern und Gemeinden kennt sich keiner mehr aus. Hier muss es österreichweit gleiche Standards geben", sagte Haubner.

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