Informationskampagne der Frauenhelpline 0800/222 555: Es gibt Hilfe bei Gewalt

Das Frauenministerium und der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser präsentieren neue Plakate und TV-Spots

Wien (OTS) - "Gewalt hat viele Gesichter, sie kann sich nur in Worten oder aber in Schlägen ausdrücken. Die neue Informationskampagne der Frauenhelpline zeigt diese vielfältigen Facetten von Gewalt auf und weist vor allem darauf hin, dass es Hilfe gibt. Und diese Hilfe steht seit nunmehr 15 Jahren unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-222-555 vierundzwanzig Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr zur Verfügung. Die Beratung ist anonym und vertraulich. Die Helpline ist somit eine wichtige erste Anlaufstelle für Gewaltopfer", sagte Ines Stilling, Sektionschefin im Frauenministerium, heute, Dienstag, in Vertretung von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, wurde im Frauenministerium die neue Kampagne der Helpline präsentiert.

"Für die Frauenministerin und das Ministerium ist die Arbeit der Frauenhelpline ein wesentlicher und unverzichtbarer Beitrag zur Prävention und im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Kindern", so Sektionschefin Stilling. Die Beratung, zu 100 Prozent vom Frauenministerium finanziert, werde auch in Fremdsprachen wie Arabisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Türkisch und Rumänisch angeboten. Die Kampagne soll dabei helfen, die Beratungseinrichtung noch bekannter zu machen. "Jede Frau und jedes Mädchen in Österreich soll die Nummer kennen und nicht davor zurück schrecken, sich im Fall von psychischer oder körperlicher Gewalt an die Helpline zu wenden", so Stilling.

"Unsere Kampagne soll Frauen dazu ermutigen, sich professionelle Hilfe zu holen", bekräftige auch Maria Rösslhumer vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, bei welchem die Frauenhelpline seit ihrer Einführung 1998 eingerichtet ist. "Unser Ziel ist es, mit den Plakaten, Foldern und TV-Spots über das Beratungsangebot noch besser zu informieren und Betroffene in ganz Österreich zu erreichen. Denn damit können wir letztlich auch Leben retten", so Rösslhumer. Die fünf verschiedenen Plakat-Sujets, insgesamt 1.166 Plakate, werden österreichweit in Zügen und Bahnhöfen zu sehen sein. Der neue TV- und Kinospot, der pro bono von der supernova film produziert wurde, soll auf möglichst vielen Sendern laufen, Zusagen für unentgeltliche Sendeplätze gäbe es bereits. Zusätzlich wird auch mit Foldern, Freecards und Werbemitteln wie Schlüsselanhängern und Kugelschreibern für die Frauenhelpline geworben.

Der Frauenministerin sei es ein wichtiges Anliegen, für die Arbeit der Gewaltschutzeinrichtungen in Österreich zu sensibilisieren und ihre Tätigkeit laufend zu unterstützen: "Daher hat Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek eine Initiative für einen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt gesetzt. Alle Ministerien, die in diesem Bereich Kompetenzen haben, sind bereits zu einer ersten gemeinsamen Arbeitssitzung eingeladen. Durch eine engere Koordinierung wollen wir künftig eine noch effizientere Hilfe für Frauen sicherstellen sowie Maßnahmen zur Prävention und Täterarbeit verstärken", so die Sektionschefin abschließend.

Bilder zu diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.
Die Plakate und der Spot können unter wwwfrauenhelpline.at angesehen und der Film kann unter http://transfer.newsonvideo.at/frauenhelpline heruntergeladen werden.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 202149, 0664/610 62 76
julia.valsky@bka.gv.at

Mag.a Maria Rösslhumer
Geschäftsführerin des Vereins
Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF
Tel: 0664/793 07 89
maria.roesslhumer@aoef.at

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