IHS-Chef Christian Keuschnigg: "Die Flattax haben wir schon"

Wien (OTS) - "Wir müssen runter mit dem hohen Eingangssteuersatz", betont Christian Keuschnigg, Direktor des Instituts für Höhere Studien, im Wirtschaftsmagazin GEWINN, dass wir de facto schon einen Flattax in Österreich haben.

"Mit 36 Prozent ist er der höchste in Europa", kritisiert Keuschnigg, "wo ist da der Arbeitsanreiz, wenn man ab 11.000 Euro pro Jahr statt null gleich 36 Prozent Steuern abgeben muss? Da ist selbst der Abstand von 36 zum Spitzensteuersatz von 50 Prozent noch geringer. So gesehen haben wir in Österreich schon die Flattax." Keinesfalls würde Keuschnigg Vermögen und Kapital höher besteuern. Die Wirtschaft brauche Kapital, um Wachstum zu finanzieren: "100.000 Euro Kapital werden schon ähnlich hoch besteuert wie 100.000 Euro Lohneinkommen, wenn man bei einer Unternehmensbeteiligung die Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer addiert.

Bei Spareinlagen haben wir real sogar schon eine Substanzbesteuerung, wenn man bei einer aktuellen Nominalverzinsung von zwei Prozent 25 Prozent Kapitalertragssteuer abzieht. Wir brauchen eine Steuerent- und nicht -belastung. Die Steuerstufen gehören an die Teuerungsrate gekoppelt, damit man nicht bloß durch die Inflation in eine höhere Steuerklasse fällt, ohne das man reicher wird." Lesen Sie das gesamte Interview mit IHS-Chef Christian Keuschnigg im neuen GEWINN.

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