Bolivien: Bereits 15 Tote durch heftige Schneestürme

Gesundheits- und Ernährungssituation der Kinder besonders schlecht +++ 7.500 Nutztiere sind bereits erfroren +++ Kindernothilfe sagt 10.000 Euro Soforthilfe zu

Wien (OTS) - Die schlimmsten Schneestürme seit 20 Jahren halten die Menschen in der Anden-Region im Südwesten Boliviens in Atem. Rund um Cochabamba und Potosí können eingeschneite Familien nicht erreicht werden, zahlreiche Dörfer sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Fünfzehn Menschen und über 7.500 Nutztiere sind bereits ums Leben gekommen, die Versorgungssituation der Menschen ist äußerst kritisch. Für die nächsten Tage erwarten Meteorologen weitere starke Schneefälle.

Auch in von der Kindernothilfe geförderten Projekten herrscht Notstand: Vor allem die Gesundheits- und Ernährungssituation der Kinder sei prekär, berichtet der Direktor der Kindernothilfe Bolivien, Benedicto Rojas. "Die Hütten der meisten Familien können nicht ausreichend beheizt werden. Viele der Kinder sind an Bronchitis und Lungenentzündungen erkrankt. Dadurch aber, dass viele Dörfer auf Grund der Schneemassen kaum erreichbar sind, ist derzeit eine angemessene medizinische Versorgung sehr schwierig", warnt der Kindernothilfe-Programmkoordinator.

Die Kindernothilfe Österreich stellt 10.000 Euro für die Versorgung von besonders abgelegenen Gemeinden an Soforthilfe zur Verfügung. Damit sollen warme Kinderkleidung, Winterschuhe für Kinder, und kalorienreiche Zusatznahrung bereit gestellt werden. Auch drei Ärzteteams, die derzeit in der am meisten von den Schneemassen und der Kälte heimgesuchten Region unterwegs sind, werden mit Medikamenten ausgestattet.

Auch viele Landwirte in der Region haben ihre Ernte verloren. Die für Versorgung der Familien lebensnotwendigen Lamas und Alpakas finden auf den verschneiten Hochflächen des bergigen Ödlandes kein Futter. Durch den Verlust der 7.500 verendeten Tiere - Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas und Vicunas - verschärft sich die Ernährungssituation der Familien noch zusätzlich.

"Auch nach dem Ende dieser extremen Schnee- und Frostperiode wird es massive Folgeprobleme geben, weil diese wichtige Nahrungs- und Erwerbsquelle fehlt", befürchtet Benedicto Rojas.

Auch hier will die Kindernothilfe Österreich den Kleinbauernfamilien bei der Wiederbeschaffung von Nutztieren nach dem Ende der Schneeperiode helfen und bittet um Spenden.

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