Hundstorfer zu Jugendbeschäftigung: Duales Ausbildungssystem und die Ausbildungsgarantie sind wahre Exportartikel

Investitionen in Jugendliche sind Frage des politischen Willens

Wien (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer war heute, Montag, zur Podiumsdiskussion des Renner Instituts zum Thema "Jugend und Beschäftigung" in Wien geladen. Debattiert wurde unter anderem die Frage, was das österreichische Erfolgsmodell in Sachen Beschäftigungspolitik ausmache und wie andere europäische Staaten davon profitieren können. In seinem Eröffnungsstatement führt Hundstorfer aus: "Das duale Ausbildungssystem und die Ausbildungsgarantie sind die Erfolgsmodelle aus Österreich und mittlerweile wahre Exportartikel. Ich hoffe, dass wir durch unseren Kontakt mit anderen europäischen Staaten Ideen und Anstöße liefern können, um die zum Teil dramatische Situation in vielen Regionen positiv zu verändern." ****

Neben Bundesminister Hundstorfer waren Sharan Burrow, Generalsekretärin der International Trade Union Confederation und Kaisa Penny, Präsidentin der Young European Socialists Teil des Podiums. Den Abend moderierte die Ökonomin Eva Belabed.

Einig ist man sich in der Problemeinschätzung für Europa: gegenwärtig sind etwa 5,5 Millionen Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen.

Österreich hat dagegen die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa vorzuweisen. Die Ursachen hierfür sind laut Hundstorfer vielseitig: "Österreich hat mit dem dualen Berufsausbildungssystem ein Modell, zu dem es auch von Seiten der Sozialpartner ein klares Bekenntnis gibt. Die Idee, dass es einerseits einen Betrieb gibt, in dem ich eine praktische Ausbildung mache und andererseits eine Schule, die vom Staat zur Verfügung gestellt wird, ist europaweit alles andere als eine Selbstverständlichkeit." Auch die Zuständigkeit des Bundes für dieses Ausbildungsmodell verhindere laut Hundstorfer, dass regionale Unterschiede - auch in der Finanzlage - sich negativ auf die Qualität der Ausbildung auswirken.

Des weiteren, führt Hundstorfer aus, sei die Ausbildungsgarantie ein wirksames Mittel. "Das ist ein absolutes Erfolgsmodell. Ziel ist, Jugendliche nach einem Jahr in eine betriebliche Lehrstätte zu vermitteln. Das funktioniert zu 70 bis 80 Prozent, doch selbst, wenn kein Platz gefunden wird, können die Lehrlinge in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ihren Wunsch-Lehrberuf fertig erlernen."

Zusätzlich hat das Arbeits- und Sozialministerium in den vergangenen Jahren intensiv Projekte umgesetzt, die bereits in der Schule während der Pflichtschulzeit zu greifen begonnen haben. "Mit dem Projekt "Jugendcoaching" setzen wir Präventivmaßnahmen, um Jugendarbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Im letzten Pflichtschuljahr werden jene SchülerInnen sozialpädagogisch betreut, die nicht wissen, wie es nach der Pflichtschulzeit weitergehen soll. Ursprünglich war geplant, etwa 15.000 SchülerInnen zu betreuen, tatsächlich wurden es 33.000. Das zeigt, wie wichtig dieses Engagement und die verbundenen Investitionen sind", ist Hundstorfer überzeugt.

Mit der aktivierenden Politik und der Lehrstellenförderung über das AMS für 15- bis 24-Jährige sieht Hundstorfer den Erfolgsweg österreichischer Arbeitsmarktpolitik markiert. "Das ist eine Frage des politischen Willens und für uns steht zweifelsfrei fest, dass wir hier viel investieren wollen, um Jugendlichen einen soliden Start ins Berufsleben zu ermöglichen", resümiert Hundstorfer. (Schluss) kg/ps

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