ÖH zum LehrerInnendienstrecht

ÖH vertritt Lehramtsstudierende auch beim Dienstrecht

Wie (OTS) - "Als Vertretung fühlt sich die ÖH vor allem für Lehramtsstudierende und solche, die bereits unterrichten, zuständig", erklärt Viktoria Spielmann vom Vorsitzteam der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH). Sie fordert, dass bereits für angehende Lehramtsstudierende klar sein muss, unter welchen Voraussetzungen sie später angestellt werden. "Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft waren offensichtlich noch nicht zu Ende und müssen nach der Wahl sofort weitergeführt werden", ist Spielmann überzeugt.

Die im aktuellen Entwurf vorgesehene Induktionsphase sorgt bei der ÖH für Unverständnis. "Der in Begutachtung geschickte Gesetzesentwurf regelt nicht, wie hoch die Unterrichtsverpflichtung während der Induktionsphase ist, weshalb von einer vollen Lehrverpflichtung ausgegangen werden muss", so Spielmann. Die ÖH bezeichnet diesen Zustand als unverantwortlich gegenüber den angehenden LehrerInnen und betroffenen SchülerInnen. "In Kombination mit dem verpflichtenden Beobachten des Unterrichts anderer LehrerInnen und den speziellen Induktionslehrveranstaltungen ergibt sich ein Arbeitsaufwand, der nicht bewältigbar ist", kritisiert Spielmann. Und weiter: "Erst recht nicht, wenn Ausbildungs- und Arbeitsplatz nicht in derselben Stadt sind."

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Tatsache, dass den Studierenden nahegelegt wird, ohne abgeschlossenes Masterstudium in den Beruf einzutreten. Ein verpflichtendes Masterstudium für alle PädagogInnen ist eine positive Entwicklung hin zu einer Enthierarchisierung des Lehrbetriebs. "Wir finden es positiv, dass ein Masterstudium binnen fünf Jahren nach erstmaligem Dienstantritt absolviert werden muss, setzen uns jedoch stark für die Möglichkeit ein, dass dieses auch direkt nach dem Bachelorstudium absolviert werden kann", so Spielmann.

Die Solidarisierung von JunglehrerInnen und Studierenden im Rahmen der "Initiative für ein faires LehrerInnendienstrecht" begrüßt die ÖH. Die ÖH selbst ist mit ihrem Referat für Pädagogische Angelegenheiten auch eine Ansprechpartnerin. "Die ÖH wird natürlich auch zum Gesetzesentwurf eine ausführliche Stellungnahme vorbereiten und darin sowohl positive als auch negative Seiten des LehrerInnendienstrechts beleuchten", kündigt Spielmann an.

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