Demonstrierende Lehrer, Ideologie-Streitereien und weniger Schulautonomie: Schülerunion sieht keine rosige Zukunft für Schüler

Schulbeginn für 432.000 Schüler, auf die bei der Bildungsdiskussion oft vergessen wird

Wien (OTS) - Heute startet für rund 432.000 Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland das Schuljahr 2013/14. Zeitgleich fordert eine Lehrer-Initiative zu einer Demonstration am Nachmittag auf, während sich die zuständigen Politiker mit ideologischem Geplänkel beschäftigen. Die Schülerunion fordert endlich wieder eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Bildungspolitik.

"Wir fordern wieder sachliche Diskussionen. Es geht darum, wie die Schüler in Österreich am besten ausgebildet werden und nicht, wie wir unsere Schulen bezeichnen. Es zählt, was in der Schule passiert", sagt Bundesobmann Thomas Gaar.

Über Facebook rufen die Lehrer derzeit zu Protestaktionen auf und im Wahlkampf wird nur über Gesamt- und Ganztagsschulen diskutiert. Die Debatte ist bereits derart politisiert, dass man gar nicht mehr auf der Suche nach konkreten Lösungen für die eigentlichen Probleme in der Schule ist. Statt den Schulen mehr Freiraum zu geben, um auf die Probleme individuell einzugehen, wird alles von oben herab bestimmt.

"Wir Schüler müssen uns Sorgen machen, ob wir in ein paar Jahren überhaupt noch genug Lehrer haben werden. Es müssen endlich die notwendigen Rahmenbedingungen für Lehrer und Schüler in der Schule geschaffen werden, um die Zukunftsträger erfolgreich auszubilden. Sei es die Debatte rund um das Lehrerdienstrecht oder die Ganztagsschule:
Wir sind 1,1 Millionen Schüler. Wir haben das Recht gehört zu werden", betont Gaar.

Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation für Österreichs Schüler. Über 30.000 Mitglieder vernetzen sich, um sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 28 von 29 Landesschulsprecher stellt.

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