Sommerreiseverkehr 2013: ÖAMTC-Bilanz zeigt deutlich mehr aber kürzere Staus

Unfälle als häufigste Ursache für Staus auf dem Weg in den Urlaub

Wien (OTS) - Die ÖAMTC-Bilanz über den Reiseverkehr im Sommer 2013 zeigt einen deutlichen Anstieg der Staus im Vergleich zum Jahr zuvor. Nachdem es 2012 einen historischen Tiefststand mit 371 Staus im Sommerreiseverkehr gegeben hatte, lag der Wert in diesem Jahr mit 450 um rund 20 Prozent höher. Gezählt wurden Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern bzw. Verzögerungen von mindestens 15 Minuten. Es gibt aber auch positive Ergebnisse: die Staulängen waren eher rückläufig, Rekordstaus wie noch vor wenigen Jahren vor dem damals einröhrigen Tauern Tunnel gehören offenbar endgültig der Vergangenheit an.

Harald Lasser, Verkehrsexperte des ÖAMTC, lobt den gezielten Ausbau des Transitnetzes: "Nachdem in den letzten Jahren schon die zweiten Röhren von Tauern- und Katschberg Tunnel, die jahrelang die Hauptstaupunkte waren, für Entlastung gesorgt haben, wurde diesen Sommer auch das Nadelöhr Pfänder Tunnel entschärft. Seit Eröffnung der zweiten Röhre Anfang Juli gab es hier kaum noch Staus. Im Sommer 2012 war der Pfänder Tunnel noch die Nummer eins im Stauranking."

Deutlich erkennbar ist eine Fortsetzung des Trends, dass der Samstag nicht mehr der alleinige Reisetag ist, sondern immer mehr Urlauber am Freitag oder Sonntag unterwegs sind. So sind die Staus an den Samstag im Vergleich zum Vorjahr beinahe gleich geblieben, während die Anzahl der Staus an den Sonntagen um rund ein Drittel angestiegen ist. "Die Autofahrer sind flexibler geworden. Obwohl es dadurch heuer auch an den Sonntagen häufig Stau gab, waren diese doch kürzer als an den Samstagen. So machte sich das zeitliche Ausweichen fast immer bezahlt", erklärt Lasser.

Tauern Autobahn und West Autobahn als staureichste Straßen

Unverändert an der Spitze des Stau-Rankings liegt die Tauern Autobahn (A10). Bei Platz zwei gab es allerdings eine Änderung. Hier wurde die Fernpass Straße (B179), die in den letzten beiden Jahren mit der A10 um Platz eins kämpfte, in diesem Sommer von der West Autobahn (A1) auf den dritten Rang verdrängt. 14 % aller Staus wurden auf der A10 verzeichnet, 11,3 % auf der A1 und 10,7 % auf der B179. Ebenfalls stark belastet waren die Süd Autobahn (A2) mit 6 % und die Pyhrn Autobahn (A9) mit 5,5 %.

Tirol und Salzburg verzeichnen die meisten Staus im Reiseverkehr

Vom Reiseverkehr am meisten betroffen waren auch in diesem Sommer die Länder Tirol und Salzburg, durch die die klassischen Urlaubsrouten Richtung Adria führen. 24,2 % aller Staus wurden aus Tirol gemeldet, 18,9 % aus Salzburg. Die Steiermark (14,9 %), Niederösterreich (14,7 %) und Oberösterreich (12 %) folgen auf den nächsten Plätzen.

Unfälle bleiben häufigste Stauursache

"Unfälle waren auch dieses Jahr die mit deutlichem Abstand häufigste Ursache für Staus, gefolgt von Verkehrsüberlastung", erklärt Lasser. "Diese beiden Ursachen sorgten für mehr als dreiviertel aller Staus. Baustellen hingegen waren im Vergleich zu den Vorjahren immer seltener Grund für längere Verzögerungen. Auffallend häufig haben im heurigen Sommerreiseverkehr defekte Fahrzeuge Staus verursacht."

2011 2012 2013

Unfall 45,81 % 39,89 % 44,22 % Verkehrsüberlastung 33,50 % 35,85 % 33,55 % Baustelle 7,39 % 5,39 % 3,33 % Defekte Fahrzeuge 6,40 % 4,31 % 8,22 % SERVICE:

Aktuelle Verkehrsinfos im Internet www.oeamtc.at/verkehrsservice sowie www.oeamtc.at/maps und auch in der ÖAMTC smartphone-App www.oeamtc.at/app

Grafik Stau-Strecken und -Ursachen ist auf Anfrage bei ÖAMTC-Mobilitätsinformationen erhältlich.

(Schluss)
Christian Dachs

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