Moser zu Telekom-Gutachten: Gutachter bestätigt Verdachtsmomente der Grünen

Wien (OTS) - "Nun ist es amtlich: Meischberger leistete Botendienste für FPÖ-Parteizeitungsspenden und illegale Provisionen. Der deutsche Gutachter bestätigt Erkenntnisse des Untersuchungsausschusses und Verdachtsmomente der Grünen", stellt Grün-Abgeordnete Gabriela Moser angesichts der Berichterstattung im am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin profil über Unterlagen betreffend einer "Parteispende der Telekom-Austria an die FPÖ" fest.

Was Gabriela Moser seit 13 Jahren vermutete und von Medien, im Speziellen von Falter, Format und profil seit Jahren immer wieder berichtetet wurde und was teilweise auch Gegenstand des Korruptions-Untersuchungsausschusses war, hat nun ein amtliches Gutachter-Gütesiegel: Meischberger schleuste demnach Telekom-Geld in die Kassa einer FPÖ-Zeitung. Außerdem flossen laut Gutachter von der PORR-nahen Immobilienfirma UBM 600.000 Euro Provisonszahlungen in Form eines "Beratungshonorars" für die Vermittlung von Finanzdienststellen an Meischberger.

Wieder erhebt sich dadurch der Verdacht, dass fast die Hälfte davon, 240.000 Euro, bar an einen Unbekannten, es könnte sich dabei laut Medienberichten eventuell um den ehemaligen FPÖ-Finanzminister Grasser handeln, ausgehändigt wurden. Das Muster der Provisions-Aufteilung wurde bereits im Untersuchungsausschuss bei anderen Immobilien-Deals beobachtet. Stets übersiedelten dabei öffentliche Institutionen in der Amtszeit des damaligen Finanzministers Grasser aus republikeigenen Gebäuden in Objekte von privaten Investoren. Meist standen diese in einem Geschäftsverhältnis zur Firma PORR. Dabei kam es zu verdächtigen Provisionszahlungen, Meischberger kassierte und verteilte. "Stets weiß er im Nachhinein nicht, was seine Leistung war", sagt Moser. Die Liste ist lange:
City-Tower in Wien, Nordbergstraße/Wien, Terminal-Tower in Linz, nun Brehmstraße in Wien.

Moser verfolgt bereits seit längerem die Spur weiterer Übersiedlungen und Einmietungen der Republik bei Privaten: Finanzzentrum Wien, Patentamt, ÖIAG u.a. "Die Brehmstraße steht schon lange auf meiner Liste", nun ist die Causa dank der Justiz abgehakt. Jetzt ist es an der Zeit, dass Meischberger endlich das Geheimnis des Bargeldempfängers lüftet, um Licht ins Dunkel zu bringen und Strafminderung zu erreichen", sagt Moser.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002