Neues Volksblatt: "Weckruf" von Markus EBERT

Ausgabe vom 31. August 2013

Linz (OTS) - Eines muss man SPÖ-Wahlkampfleiter Norbert Darabos lassen: Er versucht gar nicht vorzutäuschen, dass ihm an einem sachorientierten Wahlkampf etwas liegt. Vielmehr beweist er fast täglich aufs Neue, dass er - was das Argumentationsniveau betrifft -locker unter jeder noch so tief liegenden Latte durchkriechen kann. Bestes Beispiel: Das rote Gerede von Schwarz-Blau. Dass sich eine solche Koalition nicht ausgehen kann, weiß jeder Rechenkundige, nur Darabos und Genossen nicht.
Natürlich ist Darabos nicht alleine daran schuld, dass mittlerweile zwei Drittel der Wahlberechtigten sagen, im Umgang der Parteien miteinander gebe es zu viele Gehässigkeiten und Streitereien. In allen Parteizentralen gibt es Experten für das Bedienen der Schimpfkanonen, und vermutlich sind sie daran beteiligt, dass sich nur mehr 26 Prozent der Österreicher sehr oder ziemlich stark für Politik interessieren. Dass man über diverse Vorschläge nicht mehr vernünftig diskutieren kann/will, verdrießt die Menschen offenbar schon. Realistisch betrachtet ist es in dieser Wahlkampfphase zu spät, dass sich manche Parteien im gegenseitigen Verdreschen etwas zurücknehmen. Aber beachten sollte man diesen Umfrage-Weckruf schon, ehe man am Wahlabend ins Klagelied darüber einstimmt, dass die Wahlbeteiligung gesunken ist. Ein gewisses Niveau der politischen Auseinandersetzung sollte selbst in Wahlkampfzeiten zu halten sein.

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