"Heimat, fremde Heimat" am 1. September: Junge Juden zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Wien (OTS) - Silvana Meixner präsentiert in "Heimat, fremde Heimat" am Sonntag, dem 1. September 2013, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Junge Juden zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Anlässlich der 100-Jahr-Feier der jüdischen Jugendorganisation Hashomer Hatzair - Ken Tel Amal freut sich ein Wiener Jude, dass seine drei Töchter in Israel leben werden. Die Wurzeln dafür liegen im Holocaust: Israel wurde für die Überlebenden der Shoa zum Sehnsuchtsland. Viele nichtorthodoxe Juden schicken ihre Kinder bis heute in die Jugendorganisation Hashomer Hatzair, da sie dort mit zionistischem Gedankengut in Berührung kommen. Seit mehr als vier Generationen schärfen junge Jüdinnen und Juden dort ihr politisches Weltbild. Dabei geht es etwa um die Rolle der Jugendorganisation als Widerstandbewegung während der NS-Zeit oder um die Perfektionierung von jüdischen Liedern und Tänzen. Die Jugendlichen lernen somit ihre jüdische Identität im Spannungsfeld zwischen Glauben und kulturellem Erbe zu definieren und eigene Lebensentwürfe festzumachen. Ein Beitrag von Sabina Zwitter .

Juden feiern das Jahr 5774

"Rosch ha-Schana" bedeutet übersetzt "Kopf des Jahres". Heuer fällt das jüdische Neujahr in den September. Am 9. und 10. September findet auch zum zweiten Mal das Wiener Jüdische Neujahrskonzert statt, diesmal mit einem Gastauftritt von Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg. Neben der Wiederbelebung des jüdischen Liedguts will der Wiener Jüdische Chor seit seiner Gründung 1989 zur interkulturellen Verständigung beitragen. "Wir sind kein 'koscherer' Chor: Bei uns bilden jüdische und nichtjüdische Frauen und Männer in allen Stimmlagen mitreißende und berührende Harmonien - in der Musik sowie im menschlichen Miteinander", wird betont. Das Neujahr 5774 beginnt im Judentum heuer am 4. September. Ein Beitrag von Ronald Vaughan.

Die Molchos

Mutter, Köchin und Szenewirtin: Haya Molcho hat den Spagat zwischen Familie und Beruf geschafft. Gemeinsam mit ihren Söhnen betreibt sie seit einigen Jahren mehrere Restaurants in Wien. Der Markenname "Neni" setzt sich aus den Anfangsbuchstaben ihrer vier Söhne zusammen und erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit in ganz Österreich. Das Erfolgsrezept: die Leidenschaft für Kochen und der starke Zusammenhalt in der Familie. Ajda Sticker hat Familie Molcho besucht.

"Heimat, fremde Heimat" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0012