Ministerin Schmied: Gemeinsame Schule, neues Lehrerdienstrecht und Ausbau der Ganztagsschule müssen umgesetzt werden

Schulreformen konsequent fortführen - Ganztagsschulen für echte Wahlfreiheit ausbauen - Mit 62 Regierungsvorlagen auf der Überholspur

Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Claudia Schmied hat heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz zum Schulstart betont, dass in der Bildungspolitik "viel weitergegangen" ist. Jetzt sei "der Weg frei für drei große Reformen, die in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt werden müssen. Und das sind: Die gemeinsame Schule, das neue Lehrerdienstrecht und der offensive Ausbau der Ganztagsschule". Es sei entscheidend, dass die SPÖ gestärkt aus den Wahlen hervorgeht, denn dann sei die "Durchsetzungsmacht der SPÖ für diese Projekte umso größer", betonte Schmied. ****

Die Leistungsbilanz der SPÖ-geführten Regierung mit 62 Regierungsvorlagen im Bildungsbereich sei positiv, sagte Schmied. Es sei gelungen, "von der ersten Spur auf der Bildungsschnellstraße auf die Überholspur zu wechseln", unterstrich die Ministerin. Im kommenden Schuljahr gehe es darum, die "Innovationen in der Bildung zu stabilisieren und die Schulreformen engagiert fortzusetzen". Es benötige auch, so wie von Bundeskanzler Werner Faymann gefordert, einen offensiven Ausbau der Ganztagsschulen. "Jeder zweite Schulstandort soll ganztägig geführt werden. Die Eltern brauchen echte Wahlfreiheit", sagte Schmied, die klarmachte, dass es "attraktive Angebote im öffentlichen Sektor braucht. In Deutschland spricht die CDU/CSU sogar von einem Recht auf Ganztagsschulen".

Bildungspolitisch stünden neben dem Ausbau der Ganztagsschule und der Umsetzung der gemeinsamen Schule im kommenden Schuljahr und in der nächsten Legislaturperiode folgende Punkte auf der Agenda: + Beschluss des neuen Lehrerdienstrechts im Herbst + Umsetzung der neuen PädagogInnenbildung + Stärkung der Volksschulen (Schwerpunktsetzung bei Sprachförderung und Integration) sowie + Fortsetzung der Dialogkultur mit den Schulpartnern.

Bei der gemeinsamen Schule "waren wir noch nie so weit wie jetzt", sagte Schmied mit Blick auf die Zustimmung der ÖVP-geführten Länder Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Es gelte, "konservative Widerstände zu überwinden", sagte Schmied, die kein Verständnis dafür hat, dass die ÖVP die Ganztagsschule und die gemeinsame Schule diffamiert. So würden Privatschulen schon längst ganztägig geführt und auch die Erfolge der Neuen Mittelschule zeigten, wie gut Individualisierung und Differenzierung gelingen. Das belege, so Schmied, dass die Schulpraxis "schon längst weiter ist als so manche konservative Bildungspolitiker". Für Schmied ist daher klar: "Die Zeit für die gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen ist reif. 100 Jahre Debatte sind genug."

Schmied verdeutlichte anlässlich des Schulbeginns, dass es gelte, Schule mit positiven Bildern und Wertschätzung in Verbindung zu bringen. Bildung und Ausbildung seien die Basis für ein gelingendes Leben und auch Basis für den Wohlstand in Österreich. Sie fasse Bildung als öffentliches Gut auf, das sich nicht zur Privatisierung eigne, sagte Schmied. Klar sei, dass der öffentliche Sektor gut funktionieren müsse, schließlich sei er mit Steuermitteln finanziert und daher müssen die Bürgerinnen und Bürger auch mit den öffentlichen Leistungen zufrieden sein. Österreich solle den "Ehrgeiz haben, die weltbesten öffentlichen Dienstleistungen zu erbringen". Denn das sei wichtig für die Gesellschaft, schaffe Beschäftigung und beflügle die Wirtschaft, betonte Schmied.

Die Erfolge im Bildungsbereich (z.B. erster Platz im OECD-Ranking beim berufsbildenden Schulwesen) fänden internationale Anerkennung. So habe Andreas Schleicher von der OECD darauf verwiesen, dass sich nur wenige Länder fänden, in denen sich in den letzten Jahren im Bildungsbereich so viel verändert hat wie in Österreich, sagte Schmied.

Klar sei, dass "Bildung nicht das Monopol einer wohlhabenden Gruppe ist, sondern gemeinsames Anliegen", betonte Schmied. Investitionen in die Bildung seien eine Frage der ökonomischen Vernunft und sozialen Verantwortung. Den Lehrenden komme in Bildungsfragen eine Schlüsselfunktion zu. "Den vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrern gilt mein höchster Respekt und meine Hochachtung", sagte Ministerin Schmied, die allen Schulpartner einen guten Start in das Schuljahr 2013/14 wünschte.

SERVICE: Detaillierte Information zur Bildungsreform und zum Schuljahr 2013/14 gibt es unter
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