FP-Guggenbichler: SPÖ-nahe "at home"-Baugesellschaft droht zur Skandal-Schleuder zu werden

Erstes Urteil gegen die Stadt wegen Begünstigung bereits gefällt, weitere Prozesse stehen vor der Tür

Wien (OTS/fpd) - Nun ist zumindest ein Teil der Begünstigungen der roten Firma durch ihre Genossen im Rathaus amtlich: Wiener Wohnen hatte der Firma "at home" ohne jede Ausschreibung einen 45.000 Euro-Auftrag zugeschanzt. "Das Gericht hat das geprüft und entschieden, dass Wiener Wohnen für diese illegale Vergabe 10.000 Euro Strafe zahlen muss. Tatsächlich kommen für diese Geldbuße aber natürlich nicht die hochbezahlten Manager auf, sondern es werden die Mieterinnen und Mieter zur Kasse gebeten" ärgert sich Wiens FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das Bau- und Immobilienverwaltungsunternehmen "at home", das zu 49 Prozent der Gewerkschaft gehört, an der WISEG, welche die lukrativen Zinshäuser der Stadt managed, beteiligt ist. Die Verbindungen zwischen der roten "at home" und der SPÖ-Stadtregierung scheint so stark zu sein, dass Wiener Wohnen zwar die Strafe bezahlt, aber nicht daran denkt, nun den umstrittenen Auftrag wie gesetzlich geregelt auszuschreiben. "Offenbar soll damit erneut und mit allen Mitteln die rote Firma bedacht werden", vermutet Guggenbichler, der auch eine Untersuchung darüber fordert, wann und unter welchen Konditionen "at home" eigentlich an die Anteile der WISEG gekommen ist: "Mich würde nicht überraschen, wenn der Deal zu einem nicht marktgerechten Preis abgewickelt wurde."

Guggenbichler verweist darauf, dass "at home" auch noch in einen weiteren möglichen Skandal verwickelt sein könnte: "Das Unternehmen hat zu besten Konditionen, vermutlich viel zu günstig, ein Filetstück des Semmelweisareals erworben, um darauf 49 Luxus-Wohnungen zu errichten. Besonders pikant daran ist, dass der Experte, der im Auftrag der Stadt den Wert des "at home"-Grundstücks ermittelt hat, sich zuvor selbst unmittelbar daneben angekauft hatte. Er hat also, ungeachtet eines möglichen Interessenskonflikts, festgelegt, wie viel oder wie wenig seine Nachbarn hinblättern müssen. Dieser Grundstücksdeal ist derart dubios, dass sogar bereits die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt. Und die Prüfer müssen sich sputen, weil, wie es heißt, die Bauverhandlungen für das umstrittene Grundstück unmittelbar bevorstehen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Stadt und Unternehmen die Ermittler vor vollendete Tatsachen stellen wollen."

Das städtische Kontrollamt müsse nun so schnell wie möglich sämtliche dubiosen Vorgänge rund um "at home" prüfen. Guggenbichler: "Wenn alles rechtmäßig abgelaufen ist, dann müsste die Häupl-SPÖ ja selbst größtes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung haben. Hat sie aber nicht. Das spricht wohl Bände!" (Schluss)

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