"Kulturmontag" am 2. September: 70. Filmfestspiele von Venedig, Isabelle Huppert als Kuratorin und Aliens bei der Ars Electronica

Weiters: Woody Allens "Whatever Works" als "art.film"-Premiere

Wien (OTS) - Clarissa Stadler führt am 2. September 2013 ab 22.30 Uhr in ORF 2 durch einen "Kulturmontag", der diesmal nach Venedig zu den 70. Filmfestspielen blickt und zeigt, für wen der rote Teppich ausgerollt wird. Ein weiterer Beitrag dreht sich um Frankreichs Filmdiva Isabelle Huppert, die für den österreichischen Stargaleristen Thaddaeus Ropac eine Kuratoren-Funktion übernimmt. Der "Kulturmontag" bittet die Schauspielerin zum Gespräch. Bei der diesjährigen Ars Electronica wird HR Giger - Künstler, Designer und Vater der "Aliens" - mit einer Ausstellung gewürdigt, dem "Kulturmontag" gibt er eines seiner raren Interviews. Um 23.30 Uhr steht mit "Whatever Works" Woody Allens Komödie aus dem Jahr 2009 als ORF-Premiere auf dem "art.film"-Programm: Larry David übernimmt auf kongeniale Weise einen wortgewandten, analytischen Kampf mit dem alltäglichen Leben und wird von Evan Rachel Wood als unbekümmert junger Südstaatenschönheit auf charmant naive Art entwaffnet.

Jubiläums-Ausgabe: 70. Filmfestspiele von Venedig

"Gravity" heißt der spektakuläre Space-Thriller mit Sandra Bullock und George Clooney, mit dem die 70. Filmfestspiele von Venedig eröffnet wurden. Der "Kulturmontag" präsentiert die künstlerischen Highlights des Festivals - und für wen der rote Teppich ausgerollt wird. Neben George und Sandy kommt etwa Dame Judi Dench an den Lido. In dem auf Tatsachen beruhenden Drama "Philomena" von Stephen Frears spielt sie eine Irin, die zum Opfer katholischer Bigotterie wird. Mit viel Vorschusslorbeeren bedacht ist der neue Film von Ex-Monty-Python-Mitglied Terry Gilliam: "The Zero Theorem" ist eine bitterböse dystopische Farce mit Christoph Waltz in der Hauptrolle. Kiebitze sprechen vom besten Film Gilliams seit "Brazil" und meinen, die Leistung von Waltz sei einmal mehr Oscar-würdig.
Am Sonntag, dem 8. September, berichten die ORF-Filmexperten Christian Konrad und Martina Rényi um 23.05 Uhr in ORF 2 in der Sondersendung "Löwen am Lido" von "Preisen und Stars" bei den Filmfestspielen.

Isabelle Huppert stellt eine Mapplethorpe-Schau zusammen

Sie könne in den Bildern Robert Mapplethorpes lesen wie in einem Gedichtband, sagt Isabelle Huppert. Die Grande Dame des französischen Kinos hat einen Zweitjob ergattert - jenen der Kuratorin für Österreichs Stargaleristen Thaddaeus Ropac. Zum 30. Jubiläum seiner Salzburger Galerie wird sie aus dem Oeuvre des legendären Fotografen Mapplethorpe eine ganz persönliche Auswahl treffen und zu einer intimen Schau verdichten. In den 1970er Jahren galt es als chic, sich von ihm porträtieren zu lassen: Andy Warhol, Grace Jones oder Peter Gabriel drängten vor sein Objektiv. Sinnlich-subtile Schwarz-Weiß-Malereien sind seine Blumenbilder, provokant und schockierend seine SM-Darstellungen. Spannend, welche Auswahl Huppert aus dem vielschichtigen Werk treffen wird. Der "Kulturmontag" bittet die Diva zum Interview.

HR Giger: Aliens Vater wird auf der Ars Electronica gewürdigt

Der Schweizer HR Giger ist der Vater der Aliens, gegen die Sigourney Weaver alias Officer Ripley ankämpfen musste. Mit den bösen Monstern wurde er zum Weltstar - und mit einem Oscar ausgezeichnet. Die Ars Electronica und das LENTOS würdigen nun den Künstler und Designer mit einer Ausstellung über die von ihm geschaffene "Biomechanik" - die Verbindung von Mensch und Maschine. Der "Kulturmontag" bittet den Surrealisten zu einem seiner raren Interviews. Nähere Infos zum ORF-Programmschwerpunkt zur Ars Electronica 2013 unter http://presse.ORF.at.

"Kunst hassen" - Von falscher Ehrfurcht und Kaisers neuen Kleidern

Kritiklosigkeit und falscher Respekt vor oft langweiliger zeitgenössischer Kunst beherrschen die öffentliche Meinung, meint die deutsche Journalistin Nicole Zepter. "Kunst hassen - eine enttäuschte Liebe" nennt sie ihre durchaus polemische Streitschrift. Sie kritisiert die Inszenierung von Kunst in quasisakralen Räumen und die ehrfurchtsheischende Sprache von Kuratoren. Und immer mehr werden Ausstellungen zum Society-Event hochstilisiert. Schützenhilfe bekommt sie von Peter Weibel: "Wenn die Kunst von etwas bedroht ist, dann von der Celebrity-Culture", sagt er im "Kulturmontag".

Der "Kulturmontag" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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