FPÖ-Kickl: ORF-Faktencheck ist Faktenschreck

Wien (OTS) - Der sogenannte "Faktencheck" des ORF nach den TV-Konfrontationen der Spitzenkandidaten sei eher als "Faktenschreck" zu bezeichnen, denn die verantwortlichen Redakteure dürften sich vor der traurigen Wahrheit schrecken, sagte der freiheitliche Generalsekretär NAbg Herbert Kickl. So seien die nachgereichten "Fakten" der ORF-Redaktion zu den Asylverfahren weit weg von jeder Realität gewesen, so Kickl.

Offenbar gelte auch im öffentlich rechtlichen Rundfunk die Devise, dass eine gründliche Recherche die beste Geschichte zerstören könne, worauf man auf eine solche lieber verzichte, besonders dann, wenn es gegen die FPÖ gehe, zeigte sich Kickl verärgert über den mehr als unseriösen Umgang der Fakten-Checker mit der Realität.

Eine einfache Recherche in den elektronischen Archiven des Parlaments hätte gestern schon ausgereicht, um die von HC Strache genannten Fakten beim Asylbetrug zu bestätigen:

Quelle Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner zur Dringlichen Anfrage der FPÖ am 30.10.2012:

"Fakt ist auch, Herr Klubobmann, dass von fünf Asylanträgen vier letztendlich negativ beurteilt und negativ entschieden werden."

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/NRSITZ/NRSITZ_00177/fname_28
5422.pdf

Seite 21, letzter Absatz
2011 wurden 3.572 Asylanträge positiv und 11.553 Asylanträge negativ beurteilt. Das ergibt von den insgesamt 15.125 Entscheidungen (100 Prozent) ein prozentuelles Verhältnis von 23,6% positiven und 76,4% (aufgerundet 80 Prozent) negativ beurteilten Asylanträgen.

ORF Faktencheck im Faktencheck:
Der ORF erklärte jedoch im Faktencheck, dass es im Jahr 2011 10.700 negative Entscheidungen in Asylverfahren gegeben habe. "Dies ist falsch, da die offizielle Asylstatistik des Bundesministeriums für Inneres für das Jahr 2011 eine Zahl von 11.553 negativen rechtskräftigen Erledigungen angibt. Hingegen ist der Asylstatistik 2012 des Bundesministeriums für Inneres die Zahl 10.745 für negative rechtskräftige Erledigungen zu entnehmen", stellte Kickl klar.

Auch die Zahl der nicht entschiedenen Verfahren 1.800 stimme nicht mit der vom ORF angesprochenen Asylstatistik 2011 überein. Auch hier wurden die Zahlen des Jahres 2012 verwendet.

Quelle:
http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Asylwesen/statistik/files/2011/Asylstati
stik_2011.pdf
HC Strache sagte 14.000 Asylantragsteller pro Jahr:

Asylanträge laut BMI:
2012 - 17.413
2011 - 14.416
2010 - 11.012
2009 - 15.822
2008 - 12.841

Gibt einen Schnitt von ca. 14.300 pro Jahr!

Es stelle sich somit die Frage, warum die ach so objektiven Faktenchecker im ORF derartig manipulierte Zahlen liefern würden, sagte Kickl, der vermutet, dass es ausschließlich darum gehe die ungeliebte FPÖ zu denunzieren und abzuwerten. "Eine Vorgehensweise, die einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht zusteht", so Kickl.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004