"Orientierung" am 1. September: "I have a dream" - Erinnerungen an den Baptistenpastor Martin Luther King

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 1. September 2013, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

"I have a dream" - Erinnerungen an den Baptistenpastor Martin Luther King

Mit Feierlichkeiten und einer Ansprache von Präsident Barack Obama wurde in den USA am vergangenen Mittwoch an die berühmte "I have a dream"-Rede des schwarzen Bürgerrechtlers, Baptistenpastors und Friedensnobelpreisträgers Martin Luther King vor 50 Jahren erinnert. Der gewaltfreie Kampf Kings gegen den Rassismus habe "den stillen Hoffnungen von Millionen" eine "mächtige Stimme" gegeben, sagte Obama. Vor einem halben Jahrhundert durften zwei von drei Afroamerikanern nicht wählen, in Schulen herrschte noch die Apartheid, auch Kinos durften nicht von Weißen und Schwarzen gemeinsam besucht werden. Auch wenn heute mit Barack Obama ein Afroamerikaner die USA regiert, so kämpfen im Alltag immer noch viele der rund 30 Millionen schwarzen US-Bürger mit Vorurteilen. Bericht:
Anita Natmeßnig, Bearbeitung: Brigitte Wojta.

Anlässlich des 50. Jahrestags seiner berühmten "I have a dream"-Rede erinnert auch die Sendung "Was ich glaube" am Sonntag, dem 1. September, um 16.55 Uhr in ORF 2 an Martin Luther King.

Philippinen: "Schwerter zu Pflugscharen"

"From Arms to Farms", das ist das Motto eines Projekts für gender-und umweltsensible ländliche Entwicklung auf der philippinischen Insel Mindanao. Die Provinz Nord Cotabato, wo das Projekt angesiedelt ist, ist seit 40 Jahren einer der Brennpunkte des Konflikts zwischen muslimischen Rebellengruppen und der christlich geprägten Zentralregierung in Manila - ein Konflikt, der einen Grund auch in der extremen Armut der Region hat. "Wenn die Lebensgrundlage der Menschen gesichert ist, wollen sie nicht in gewaltsame Konflikte verwickelt werden", sagt Helenita Ruizo-Gamela, Leiterin der Don-Bosco-Foundation für nachhaltige Entwicklung. Die Don-Bosco-Foundation unterstützt rund 2.000 Kleinbauern-Familien in der Diözese Kidapawan dabei, auf diversifizierte, ökologische Landwirtschaft umzustellen. "Vielfalt ist der Schlüssel", so Helenita Ruizo-Gamela. "Wenn die Bauern nur Reis oder nur Zuckerrohr anbauen, dann ernten sie nur ein einziges Mal im Jahr. Aber Gemüse können sie alle zwei Tage ernten, Bananen alle zwei Wochen, Kokosnüsse alle zwei Monate. Vielfalt verhilft zu einem regelmäßigeren, stabileren Einkommen." Bericht: Maria Katharina Moser.

Indien: Eine katholische Diözese kämpft für den sozialen Wandel

Die katholische Erzdiözese Patna - im indischen Bundesstaat Bihar am heiligen Fluss Ganges gelegen - sieht sich mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Die Katholiken bilden unter Hindus, Buddhisten, Sikhs und Muslimen nur eine sehr kleine Minderheit. Und:
Mehr als 90 Prozent dieser Katholiken sind Dalits, stehen also im indischen Kastensystem an unterster Stufe. Ihnen gilt in besonderer Weise die Sorge des Erzbischofs von Patna, des Jesuiten William D'Souza, und seines Teams aus Priestern und Laien. In vielfältigen Sozialprogrammen bietet die katholische Kirche an, was Dalits zum sozialen Aufstieg dringend brauchen: Bildung, Verdienstmöglichkeiten, medizinische Versorgung und - Selbstbewusstsein. Dabei beschränken sich die sozialen Interventionen der römisch-katholischen Kirche nicht auf ihre eigenen Gläubigen, sondern sie wenden sich an alle Dalits. Bekehrungen und Taufen stehen dabei für den Erzbischof nicht im Zentrum. Aber die Kirche müsse "das Salz der Erde sein", sagt D'Souza - und sich darum für den sozialen Wandel der ganzen Gesellschaft einsetzen. Bericht: Christian Rathner.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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