GBH-Muchitsch: 9 von 10 Alpine-Jobs gerettet

4.501 von den 4.905 Ex-Alpine-Mitarbeitern haben wieder einen Job

Wien (OTS/ÖGB) - Auf der einen Seite wird die Staatsanwaltschaft bei den Verursachern der Alpine-Pleite aktiv, die Verbindlichkeiten werden auf fünf Milliarden Euro geschätzt. Auch die Gläubiger können mit keiner zufriedenstellenden Quote mehr rechnen. Dagegen gibt es für die Ex-Alpine-Beschäftigten Positives zu berichten. Von den 4.905 Ex-Alpine-Beschäftigten stehen laut neuester AMS-Auswertung 4.501 Mitarbeiter wieder in Beschäftigung - das sind 92 Prozent.++++

Dieses gute Ergebnis für die Beschäftigten ist laut Gewerkschaft-Bau-Holz-Chef Josef Muchitsch nur deshalb gelungen, weil Masseverwalter, Politik, Gewerkschaft und Wirtschaft abgestimmt und koordiniert zusammengearbeitet haben. Muchitsch: "Das Wichtigste dabei war, dass so wenig Betroffene wie möglich im Juli den Weg zum Arbeitsmarktservice antreten mussten. Schon damals ist es gelungen, 80 Prozent aller Betroffenen in Beschäftigung zu halten. Erfreulich, dass es nun gelungen ist, weitere Betroffene in Beschäftigung zu bringen."

Laut AMS sind noch 404 Ex-Alpine-Mitarbeiter arbeitssuchend gemeldet, die meisten davon im Bundesland Oberösterreich mit 133, gefolgt von Salzburg mit 93 und Niederösterreich mit 72. Die wenigsten gibt es in Wien mit drei Personen. Dies auch deshalb, weil für die Wiedervermittlung immer das AMS des jeweiligen Hauptwohnsitzes der Arbeitssuchenden zuständig ist. Erklärung dazu: Bauarbeiter aus den Bundesländern waren vor allem in Wien eingesetzt und sind nun im Heimatbundesland arbeitsuchend gemeldet. So sind zum Beispiel in der Steiermark 59 arbeitsuchend gemeldet, obwohl nur 16 davon in der ehemaligen Niederlassung Steiermark (mit insgesamt 540 Beschäftigten) beschäftigt waren.

Für 2014 ist es nun wichtig, dass es frühzeitig und ausreichend zu öffentlichen Ausschreibungen kommt. Nur so kann es gelingen, die Beschäftigten in der österreichischen Bauwirtschaft auch zu halten. Besonders beim Einsatz von öffentlichen Geldern muss darauf geachtet werden, dass bei den Ausschreibungsrichtlinien österreichische Firmen mit Beschäftigten mit Anmeldung in Österreich zum Zug kommen. Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür sind, bei Bauinvestitionen bis zu 1 Mio. Euro, vom Gesetzgeber geschaffen worden.

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