Stronach/Lintl: Wiens Schulen brauchen eine "Schulreform"

Wien (OTS) - Wenn am Montag die Schulen in Wien wieder beginnen stehen wir vor folgenden Fakten:

28 Prozent der 15-jährigen Pflichtschulabsolventen beherrschen das Lesen, Schreiben und Rechnen nicht in dem Maße, um eine weiterführende Schule besuchen oder eine Lehre beginnen zu können!

75.000 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren sind in Österreich ohne Job, ohne Lehrstelle, ohne Zukunftsperspektive!

40 Prozent jener 6-Jährigen, die nicht ausreichend Deutsch sprechen können, um mit der Volksschule zu beginnen, haben zwei Elternteile mit deutscher Muttersprache!

Die Schule als ewige Baustelle

"Wir fordern eine transparente, bedarfsorientierte Neuausrichtung des derzeitigen Schulsystems. Das Beherrschen der Grundfähigkeiten Lesen, Schreiben, Rechnen, Kommunikation und Sozialverhalten muss für alle Schüler in Wien gesichert sein" so Jessi Lintl, Landesobfrau Team Stronach Wien.

Zu kurze Pausen, Unpünktlichkeit, fehlende Hausübungen, grundlos entfallende Stunden, Notendumping, intransparente Verteilung von Ressourcen (Stunden, Lehrer, Infrastruktur), fehlende Qualitätssicherung, Problemlehrer, keine individuelle und leistungsgerechte Bezahlung für Lehrer - dies sind nur einige Punkte, die eine qualitativ hochwertige Vorbereitung auf das Leben unmöglich machen. "Wir benötigen dringend eine autonome und schlanke Schulverwaltung, ein transparentes Bildungssystem mit konkreten Bildungszielen und vor allem eine Kontrolle der Bildungsziele durch einheitliche, standardisierte Tests. Es geht um die Auswahl des bestqualifizierten Lehrpersonals, um nicht noch weiter ins Abseits zu geraten", so Prof. Ernst Smole, Bildungsexperte des Team Stronach Wien.

Handwerk hat goldenen Boden

Wichtige Fächer werden komplett vernachlässigt. So findet handwerkliche Ausbildung, die den Grundstein für Lehrberufe oder eine Lehrlingsausbildung legt, nur einen minimalen oder gar keinen Platz im Lehrangebot unserer Schulen. Betrachtet man aktuelle Zahlen, ist ein Missstand deutlich erkennbar: 18 von 100 Lehrlingen sind beispielsweise bei der Lehrabschlussprüfung durchgefallen (neuer Höchststand seit 1970).
"Nicht nur mittelständige Handwerksbetriebe in Wien, auch die Staatsoper und andere Bühnen finden keine geeigneten Tischler-, Schneider, Schuhmacher- und andere Lehrlinge - und dies trotz attraktiver Arbeitsbedingungen! Wir fordern Hand-Werken in allen Schulstufen und Schultypen - und auch den Einsatz von Technikern & Handwerkern als Lehrer!", ergänzt Jessi Lintl.

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