Volkshilfe zum Schulstart: Fenninger fordert Ausbau von Schulsozialarbeit

Bundesgeschäftsführer Fenninger: "Kinder aus bildungsfernen Haushalten nicht ausschließen."

Wien (OTS) - "Kinder aus bildungsfernen Haushalten haben es in der Schule besonders schwer. Armut verhindert Bildung und nimmt Zukunft", warnt Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger zu Schulbeginn. Fenninger erneuert seine Forderung, Schulsozialarbeit in Österreich gesetzlich zu verankern:"Schulsozialarbeit arbeitet und wirkt stark präventiv. Es ist ein wirkungsvolles Instrument, um insbesondere Kinder aus bildungsfernen Haushalten zu erreichen und das Armutsrisiko zu senken."

Armut wird vererbt

Arbeitslosigkeit ist eine Hauptursache für Armut. Doch ohne Ausbildung sind die Chancen am Arbeitsmarkt schlecht. Personen mit max. Pflichtschulabschluss haben ein 15 prozentiges - und damit ein deutlich höheres - Risiko für dauerhafte Armutsgefährdung als der Rest der Bevölkerung. Bei Kindern aus bildungsfernen Haushalten machen nur 10 Prozent einen Hochschulabschluss. Bei AkademikerInnenhaushalten sind es 50 Prozent. "Die Ausbildung der Eltern hat starke Auswirkungen auf den Lebensweg der Kinder. Wer arme Eltern hat, hat schlechtere Chancen in der Schule", bringt es Fenninger auf den Punkt.

Die Volkshilfe zeigt im Burgenland mit dem Pilotprojekt "EXIT" das Potenzial von Schulsozialarbeit auf. "Die SchülerInnen haben die tolle Möglichkeit, gleich vor Ort eine neutrale Person zu haben, der sie ihr Vertrauen schenken können. In der Praxis zeigt sich, dass auf diesem Weg Konflikte wie Mobbing, Versagensängste oder gar Schulabbruch verhindert werden können", berichtet Fenninger. Webtipp: www.volkshilfe.at/schulstartaktion bietet Soforthilfe zum Schulstart

In Kooperation mit LIBRO unterstützt die Volkshilfe benachteiligte Familien mit Wertgutscheinen für Schulmaterial im Rahmen der "Volkshilfe Schulstartaktion". Mehr Infos:
www.volkshilfe.at/schulstartaktion

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