Nach Gerüchten um Katzenfänger im Innviertel folgen verletzte Tiere

Meldungen über schwer verletzte Katzen in PFOTENHILFE eingegangen

Lochen am See (OTS) - Wie bereits letzte Woche berichtet, sorgen Gerüchte über einen angeblichen Katzenfänger im Bezirk Braunau für Aufregung. Denn in den letzten Wochen haben sich die Meldungen über vermisste Katzen leider vermehrt. Betroffene aus Mattighofen, Uttendorf und auch aus Schalchen meldeten, dass ihre Katzen abgängig und scheinbar wie vom Erdboden verschluckt sind. Auch via Facebook erreichten uns Meldungen.

Doch nicht nur abgängige Katzen machen derzeit im Innviertel die Runde, auch vor Gewalt an den Samtpfoten wird leider nicht zurückgeschreckt. Eine besorgte Katzenbesitzerin aus Geinberg im Bezirk Ried im Innkreis, hat uns etwa kontaktiert, dass sie ihren Perser-Mix "Hamlet" völlig verstört und verletzt vorgefunden hat, nachdem dieser einen Tag abgängig war. Laut tierärztlichem Befund war sein Nacken stark angeschwollen, was darauf hinweisen könnte, dass man versucht hat, den Chip zu entfernen. Denn dieser sei nicht mehr an der ursprünglichen Stelle im Nacken auffindbar. "Völlig verkotetes Fell und Lähmungserscheinungen wie bei einer Vergiftung machten ihm zusätzlich zu schaffen. Außerdem fehlt Hamlet's "Swarovski" Halsband mit Adressanhänger." so die besorgte Besitzerin Roxanne Lobmaier. Drei Tage vor seinem Verschwinden entdeckte sie eine handvoll Innereien auf der Terrasse, die anscheinend absichtlich als Köder platziert wurden. "Ich dachte mir allerdings nichts dabei, weil er oft Reste seiner Jagd übrig lässt. Da es aber rückblickend betrachtet schon merkwürdig ist, scheint es so, als ob jemand unseren Hamlet von der Terrasse gestohlen hat." ist Frau Lobmaier entsetzt. Da bereits im Jahr 2011 ihr reinrassiger Perserkater spurlos verschwand - zu dieser Zeit waren im Innviertel viele Katzen abgängig - ist Frau Lobmaier umso aufgebrachter.

Damit nicht genug - eine weitere Katzenhalterin aus Pfaffstätt meldete diese Woche, dass ihre Katze mit einem Schrotgewehr angeschossen wurde. Die Katze hatte sich mit letzter Kraft nach Hause geschleppt. In der Tierklinik musste dem Tier schließlich ein Bein amputiert werden.

Abgesehen vom Leid der Tiere, bleiben die Katzenbesitzer auf zusätzlich hohen Tierarztkosten sitzen. "Ich kann es nicht fassen, was derzeit los ist. Katzen verschwinden oder werden verletzt aufgefunden. Bitte seien Sie aufmerksam und melden Sie uns, falls Sie etwas Verdächtiges beobachtet haben." ruft Johanna Stadler, Geschäftsführerin der PFOTENHILFE Lochen die Bevölkerung auf.

Im Zweifelsfall sollten Katzenbesitzer ihre Lieblinge besser nur beobachtet ins Freie lassen. Hinweise werden unter 0664 / 541 5079 entgegengenommen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anna Schremser, Vereinssprecherin Verein PFOTENHILFE, anna.schremser@pfotenhilfe.org Tel.: 0664/848 5577, www.pfotenhilfe.org

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