FPÖ-Mölzer: EU-Außen- und Sicherheitspolitik bietet Bild der Hilflosigkeit

Frankreich und Großbritannien preschen in Sachen Syrien ohne Abstimmung mit Brüssel vor - Militärintervention hätte unkalkulierbare Folgen

Wien (OTS) - Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union bestehe bloß auf dem Papier, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Der mögliche Angriff westlicher Staaten auf Syrien ist ein Lehrbuchbeispiel dafür. Frankreich und Großbritannien sind ohne Abstimmung mit den übrigen Mitgliedstaaten vorgeprescht, und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton ist die Hilflosigkeit in Person, weil anscheinend jeder macht, was er will", hielt Mölzer fest.

Wenn die EU nicht den letzten Rest ihrer Glaubwürdigkeit verlieren will, dann müsse Ashton Druck auf London und Paris ausüben, damit Großbritannien und Frankreich ihren Alleingang so schnell wie möglich beenden, forderte das freiheitliche Mitglied des außenpolitischen Ausschusses des Europäischen Parlaments. "Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil eine Militärintervention in Syrien unkalkulierbare Folgen hätte", fügte Mölzer hinzu.

Dabei wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, dass ein Flächenbrand im Nahen Osten drohe. "Und davon wären wegen der relativen geographischen Nähe die Europäer viel mehr betroffen als die USA. Außerdem ist es ein Irrtum zu glauben, dass Marschflugkörper immer punktgenau ihr Ziel treffen. Denn wie die US-Kriege im Irak und in Afghanistan lehren, kommt es regelmäßig zu sogenannten Kollateralschäden unter Zivilisten", schloss Mölzer.

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