World Vision: Eine Friedensoffensive ist dringend nötig, um den Konflikt in Syrien zu beenden

Angesichts der dramatischen Lage syrischer Flüchtlinge hat die internationale Gemeinschaft bislang versagt.

Wien (OTS) - Nachdem ein Militäreinsatz in Syrien immer konkreter wird, appelliert die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision an alle politischen Weltmachtführer endlich eine Friedensoffensive zugunsten der Opfer dieses Konflikts, den Kindern, einzuberufen.

"Seit über zwei Jahren, machen wir darauf aufmerksam, dass dieser Konflikt enden muss. Tausende Kinder mussten bereits sterben, weitere unzählige sind verletzt worden, haben ihre Heimat verloren und sind ihrer Kindheit beraubt worden. Alle an diesem Konflikt direkt oder indirekt beteiligten Akteure, tragen Verantwortung für eine diplomatisch, humanitäre und friedvolle Lösung", sagt Conny Lenneberg, World Vision Regionalleiterin für den Nahen Osten.

"Die internationale Weltgemeinschaft hat bei den syrischen Kindern bislang versagt. Wir brauchen starke G20 Führer, die für einen Waffenstillstand dringend an einem Strang ziehen. Dieser Konflikt ist die größte humanitäre Krise unserer Zeit. Die weitere Eskalation der Gewalt verletzt die Menschenrechte und ist ein Verstoß gegen die internationalen Konventionen. Das schlimmste, was den syrischen Kindern jetzt passieren kann, ist eine militärische Intervention. Wann wird die Welt endlich sagen 'es ist genug!' ", betont Lenneberg.

Ein verlorenes Kinderleben ist um eines zuviel

"Bisher haben internationale Akteure das Wohlergehen von Kindern und unschuldigen Zivilisten außeracht gelassen", erklärt die Regionalleiterin. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision warnt, dass eine ganze Generation syrischer Kinder lebenslange Konsequenzen aus diesem grausamen Konflikt tragen wird. Kinder haben zusehen müssen, wie ihre Geschwister und Freunde auf offener Straße getötet worden sind. Wenn diese Kinder spielen, dreht sich alles um Themen wie Waffen, Krieg oder Tod.

"Sind wir wirklich bereit alle humanitären Errungenschaften der letzten 60 Jahre aufzugeben? Die Vereinten Nationen sollten zu internationalem Frieden und Sicherheit beitragen. Sie sind Ausdruck einer rechtlichen Übereinkunft, die den Frieden zum Ziel hat", so Lenneberg.

"Alle humanitären und diplomatischen Anstrengungen sind bislang noch nicht ausgeschöpft worden", betont die World Vision Expertin, "wir müssen alle dringend unsere Aufmerksamkeit diesem Konflikt widmen, damit es zu einer friedlichen, diplomatischen und humanitären Lösung kommt".

Conny Lenneberg: "Durch diesen Konflikt mussten schon zu viele Kinder sterben, sind verstümmelt worden und haben ihre Heimat verloren. Sie sind ihrer Grundbedürfnisse beraubt worden. Die 7.000 Kinder, die bereits getötet wurden, können wir nicht mehr zurückbringen. Aber wir appellieren an die politischen Weltakteure, sich endlich an einen Tisch zu setzen. Denn schon ein verlorenes Kinderleben ist eines zuviel. Wir haben die Verantwortung, der nächsten Generation zu zeigen, dass wir imstande sind Konflikte friedlich zu beenden."

Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision leistet seit März 2012 humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge und ist in Syrien, Libanon und Jordanien unermüdlich tätig. In den kommenden Monaten wird World Vision weitere 360.000 Flüchtlinge mit Essensgutscheinen, Hygienemaßnahmen, Kinderschutzzentren und den Bau von sanitären unterstützen.

World Vision bittet daher dringend um Spenden auf das folgende Konto:
Erste Bank: 800 800 81 800
BLZ: 20111
Kennwort: Syrien

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