Wien ist drittgrößter Produktionsstandort Österreichs

Wertschöpfung und insbesondere Wettbewerbsfähigkeit hängen zu einem großen Teil an der Industrie - vor allem auch in der Stadt.

Wien (OTS/PdI) - "Wien ist mit einem Anteil von 15 % an der Wertschöpfung des produzierenden Bereichs der drittgrößte Produktionsstandort Österreichs - nach Oberösterreich mit 22 % und Niederösterreich mit 18%! Zudem ist die Exportquote der Wiener Industrie die höchste aller Bundesländer! Das bedeutet, dass die Industrie in der Großstadt Wien eine gewichtige Rolle in Österreich spielt und darüber hinaus höchst wettbewerbsfähig ist", hob der Präsident der Industriellenvereinigung Wien, Ing. Wolfgang Hesoun (Vorstandsvorsitzender der Siemens AG Österreich), im Rahmen der Alpbacher Wirtschaftsgespräche beim Arbeitskreis der IV-Wien mit dem Titel "Industrielle Produktion in der Stadt der Zukunft" am 28. August hervor.

"In Wien brauchen wir kleine und große Unternehmen, Dienstleistungs- und Produktionsbetriebe. Gerade die Industrie zieht viele Branchen nach sich und ist ein Betriebsmagnet. Darum arbeiten wir weiterhin daran, allen Betrieben optimale Rahmenbedingungen bieten zu können, allen voran bestausgebildete Fachkräfte, beste Infrastruktur in der Stadt, die Nähe zu Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, maßgeschneiderte Wirtschaftsförderungen, Rechtssicherheit und eine hohe Lebensqualität für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner.

"Betriebsflächenmangel, Anrainerdiskussionen, Umweltthemen und vieles mehr stellen für die industrielle Produktion in der Stadt meist größere Herausforderungen dar als in nicht städtischen Regionen. Stadtgebiete werden daher vielfach als Dienstleistungsstandorte postuliert. Die Krise der letzten Jahre hat jedoch gezeigt, dass sich Regionen mit durchmischter Wirtschaftsstruktur besser halten konnten als jene, die auf Dienstleistungen ausgerichtet sind", betonte Hesoun weiter.

Welchen Platz muss die industrielle Produktion vor diesem Hintergrund künftig in der europäischen Großstadt einnehmen - diese und weitere Fragen wurden im Zuge des Arbeitskreises erörtert.

Der Vergleich des Anteils des Dienstleistungssektors und des Industriesektors an der regionalen Wertschöpfung in europäischen Großstädten zeigt wenig überraschend, dass der tertiäre Sektor bei weitem überwiegt. Dabei wird aber zumeist gänzlich übersehen, dass industrielle Produktion nach wie vor einen wesentlichen Kern der Wertschöpfungsaktivitäten auch in den Städten bildet, um den herum sich der Dienstleistungssektor gruppiert. IV-Wien-Geschäftsführer Johannes Höhrhan verdeutlichte im Zuge des Arbeitskreises: "Der wirtschaftliche Strukturwandel und das dadurch ausgelöste Wachstum werden vor allem durch naturwissenschaftlich-technische Erkenntnisse und darauf basierende Innovationen ausgelöst. Diese finden insbesondere im Bereich der Industrie statt und sind im urbanen Raum etwa durch die Nähe von Unternehmen zu Forschungseinrichtungen vielfach begünstigt."

Die Bedeutung der Industrie für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft zeigen auch die Fakten:
Die Industrie ist für 75% der Warenexporte in Europa verantwortlich, und sie ist Innovationstreiber mit 80% aller nicht-öffentlicher Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.

Einig war man sich am Ende des Arbeitskreises: Wertschöpfung und insbesondere Wettbewerbsfähigkeit einer Region hängen zu einem großen Teil an der Industrie - vor allem auch in der Großstadt. Die europäischen Großstädte wären also schlecht beraten, würden sie künftig auf einen starken Industriesektor verzichten. Um in der Stadt weiterhin erfolgreich sein zu können, benötigen die Industriebetriebe daher bestmögliche Rahmenbedingungen, von optimaler Infrastruktur, über eine moderne Verwaltung bis hin zu top-ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis finden Sie unter www.iv-wien.at. Unter diesem Link werden auch in Kürze Fotos bereitgestellt.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Leopold Liechtenstein
Industriellenvereinigung Wien
Pressesprecher
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Dr.in Heike Hromatka-Reithofer
Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
Geschäftsgruppe für Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke
Tel.: +43 1 4000 - 81219
E-Mail: heike.hromatka-reithofer@wien.gv.at

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