JUGENDVERTRETUNG ad Faymann: Jugend als Sozialpartner stärken!

Bezüglich des heutigen NGO-Gipfels fordert die BJV den Bundeskanzler zu einem stärkeren Dialog und zur Absicherung des freiwilligen Engagements junger Menschen auf.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) begrüßt den heutigen Vorstoß von Bundeskanzler Faymann, wonach NGOs künftig stärker in die Regierungsarbeit eingebunden werden sollen. "NGOs haben viel Expertise einzubringen und müssen daher ein starker Partner der Politik sein", so BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.

Sozialpartner nicht nur am Papier

Die Vorsitzende stellt aber auch klar, dass es aktuell Lücken in der Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern gibt: "Tatsächliche Sozialpartnerschaft heißt kontinuierliche Zusammenarbeit, gegenseitiger Austausch und Einbeziehung in laufende politische Prozesse. Die BJV ist per Gesetz Sozialpartner, jedoch braucht es ein flächendeckendes Bekenntnis der gesamten Regierung, Jugendanliegen als Querschnittsmaterie ernst zu nehmen." Hier sei der Dialog weiter voranzutreiben, so die Forderung an den Bundeskanzler.

Freiwilliges Engagement nicht missbrauchen

Bezüglich der heute präsentierten Forderungen einer höheren Vergütung für freiwilliges Engagement betont die BJV, dass dabei auf die Einhaltung von Qualitätskriterien für Freiwilligenarbeit geachtet werden muss. "Insbesondere die Arbeitsmarktneutralität muss im Zentrum stehen und Freiwillige dürfen auf keinen Fall als billige Arbeitskräfte missbraucht werden", betont Tradinik.
Damit Freiwilliges Engagement beiden Seiten etwas bringt, braucht es auch Ressourcen in den Organisationen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Freiwillige tatsächlich unterstützt werden und von den Erfahrungen profitieren können, erklärt die Vorsitzende weiter.

Indexverluste abschaffen

Freiwilliges Engagement stellt einen wertvollen Beitrag für die ganze Gesellschaft dar, auch im Kinder- und Jugendbereich, zeigt Johanna Tradinik auf: "Allein in den 52 Mitgliedsorganisationen der BJV engagieren sich mehr als 1 Million junger Menschen. Für diese vielfältige Arbeit braucht es nachhaltige Absicherung."
Laut aktuellen Berechnungen der BJV ergibt der Indexverlust im Bereich der Jugendförderungen mittlerweile 25 Prozent, die den Organisationen jährlich entgehen. "Dieser Negativtrend muss endlich aufgehalten werden. Wir erwarten uns hier rasch eine politische Entscheidung, die regelmäßige Inflationsanpassungen sicherstellt. Denn freiwilliges Engagement muss der Politik auch etwas wert sein", so Tradinik abschließend.

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