Volkshilfe: So viel Zivilgesellschaft wie möglich

Fenninger begrüßt Zusage von Bundeskanzler Faymann für stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft

Wien (OTS) - An dem heutigen Arbeitstreffen von Bundeskanzler Werner Faymann mit zivilgesellschaft-lichen Organisationen hat auch der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger teilgenommen. Thema des Gesprächs waren Maßnahmen zur Unterstützung der gemeinnützigen Arbeit in Österreich.

"Die gemeinnützigen Organisationen", berichtet Erich Fenninger, "haben zu Beginn auf ihre wirtschaftliche Bedeutung hingewiesen, ihre volkswirtschaftliche Wertschöpfung liegt bei 6,32 Mrd und damit rund 4% des Bruttoinlandsprodukts. Ein investierter Euro erzielt einen Social Return on Investment von 10,2 Euro, das ist ein sehr hoher Wert. Auch der Non-Profit-Sektor als Jobmotor wurde dargestellt, seit dem Jahr 2000 stieg die Anzahl der Vertragsverhältnisse beispielsweise im Sozialwesen um 76%, im Vergleich dazu stieg die unselbständige Beschäftigung in Österreich insgesamt nur um 7% an".

Als wichtige Anliegen wurden von den VetreterInnen der Zivilgesellschaft zwei wesentliche Punkte formuliert. Zum einen eine strukturelle Einbindung in die Regierungsarbeit, denn zivilgesellschaftliche Organisationen weisen in ihren Themen wie Soziales, Menschenrechte, Ökologie, Tierschutz, Entwicklungszusammenarbeit und anderen eine hohe Expertise auf und fungieren als Transformation von BürgerInneninteressen zur Politik.

Fenninger berichtet, "dass Bundeskanzler Faymann diese Idee unterstützt und sogar von einer Zivilpartnerschaft gesprochen hat, ähnlich der Sozialpartnerschaft. Das soll Eingang in das kommende Regierungsprogramm finden, das ist wirklich sehr erfreulich."

Zum anderen ist ein eigenes Gemeinnützigkeitsrecht vonnöten, damit die Definition von Gemeinnützigkeit nicht nur wie bisher aus dem Steuerrecht abgeleitet wird. Darin muss sich der hohe gesellschaftliche Mehrwert von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Freiwilligenarbeit gegenüber gewinnorientierten Unternehmen widerspiegeln. "Auch dieser Idee gegenüber zeigte sich Bundeskanzler Faymann aufgeschlossen", so Fenninger.

Aber auch weitere Themen wie verbesserte Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, finanzielle Planungssicherheit und Stärkung des freiwilligen ökologisch-sozialen Jahres wurde diskutiert.

"Ein Regieren-Neu bedeutet für uns, den strukturierten Dialog mit der Zivilgesellschaft voranzutreiben und darin die Chance für mehr BürgerInnenbeteiligung und mehr lebendiger Demokratie zu erkennen" sagt Fenninger abschließend und hofft, "dass dabei auch weitere Anliegen der Organisationen abgearbeitet werden können."

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