Bundeskanzler Faymann: "Jene Kräfte in der Gesellschaft stärken, die Nachhaltiges leisten"

Gemeinnützige Organisationen zu Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - "In Österreich engagieren sich etwa 1,9 Millionen Menschen freiwillig in gemeinnützigen Organisationen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag in unserem Land, denn ihre Arbeit hat eine nachhaltige Wirkung für die Gesellschaft. Die gemeinnützigen Organisationen stellen auch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar und bilden ein Gegengewicht zu kurzfristiger Profitorientierung", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Mittwoch, nach dem Arbeitstreffen mit Vertreterinnen und Vertretern von gemeinnützigen Organisationen und Mitgliedern der Bundesregierung im Bundeskanzleramt. Der Kanzler hatte Organisationen wie Caritas, Diakonie, Amnesty International sowie Umwelt- und Tierschutzorganisationen eingeladen, um Vorschläge zur Stärkung der Gemeinnützigkeit und der demokratischen Einbindung zu diskutieren.

Im heutigen Arbeitsgespräch sei man übereingekommen, die Kooperation zwischen Regierung und den NGOs zu vertiefen, so der Kanzler: "In dieser Partnerschaft, einer Sozialpartnerschaft mit den NGOs, können wir künftig eine kontinuierliche Zusammenarbeit etablieren. So können die Ministerien die inhaltlichen Kompetenzen der Organisationen besser nutzen und deren Erfahrung schon vor dem Gesetzwerdungsprozess einbringen. Diese Form der Zivilpartnerschaft sollte im nächsten Regierungsprogramm verankert sein", betonte Faymann.

Zur Umsetzung der neuen Partnerschaft werde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinnützigen ihre Vorschläge nun weiter ausarbeiten. "In dieser Arbeitsgemeinschaft können unterstützende Maßnahmen für die Arbeit der Gemeinnützigen entwickelt werden, wie zum Beispiel langfristige Finanzierungsmodelle und steuerliche Anerkennung", sagte Faymann.

In der gemeinsamen Pressekonferenz mit Alexander Egit von Greenpeace, Barbara Weber von Amnesty International, Michael Chalupka von der Diakonie Österreich und Werner Kerschbaum vom Roten Kreuz wurden zentrale Forderungen der Organisationen angesprochen. Wichtig wären insbesondere bessere steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen, mehr Transparenz in der staatlichen Verwaltung, systematische Einbeziehung der Zivilgesellschaft in Entscheidungsprozesse und eine höhere Vergütung für das freiwillige Sozialjahr.

Bundeskanzler Faymann dankte den Vertreterinnen und Vertretern abschließend für ihre Vorschläge: "Wir setzen auf Zusammenarbeit und gemeinsame politische Lösungen. Ich sehe es als meine Aufgabe als Bundeskanzler, jene Kräfte einer Gesellschaft zu stärken, die Nachhaltiges leisten."

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