Glawischnig: Atomkraft ist eine Belastung für die Menschheit

Grüne: Störfall der Stufe 3 in Fukushima, hochradioaktives Wasser ausgetreten

Wien (OTS) - "Der dreifache Super-GAU im japanischen AKW Fukushima ist noch lange nicht überstanden. Niemand scheint zu wissen, wie man die Atomruine sichern kann", sagt Eva Glawischnig, Klubobfrau und Bundessprecherin der Grünen, zu den aktuellen Vorfällen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima.

"Katastrophen wie in Fukushima können auch in Atomkraftwerken in der EU passieren. Auf diesen Fall ist niemand vorbereitet, weder technisch, noch sozial, noch rechtlich", sagt Glawischnig. Sie kritisiert, dass es in der EU noch immer keine Regeln für Haftung bei Atomunfällen gibt. "Die Haftungssummen sind lächerlich niedrig und betragen in vielen Ländern nur wenige hundert Millionen Euro. Davon kann man nicht einmal die Schäden auf dem Betriebsgelände beseitigen", gibt Glawischnig zu bedenken.

Die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner sieht die Bundesregierung in der Pflicht: "Die nächste Regierung muss in der EU strenge Regeln für Haftung bei Atomunfällen durchsetzen."

Auch zweieinhalb Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima ist die Lage in dem Atomkraftwerk noch immer nicht unter Kontrolle. Im Juli sind 300 Kubikmeter radioaktives Wasser aus unterirdischen Wassertanks ausgelaufen. Die Atomaufsicht hat dies nun offiziell als "ernsten Störfall" der Stufe 3 (von 7) bewertet.

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