Landesrätin Schwarz zum Schulwesen in Niederösterreich

"Eltern wollen eine flexible Form der Betreuung ihrer Kinder"

St. Pölten (OTS/NLK) - Aus Anlass des bevorstehenden Schulbeginns informierten Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und der Amtsführende Präsident des Landesschulrates, Hermann Helm, am heutigen Mittwoch, 28. August, in St. Pölten über das Schulwesen in Niederösterreich.

"Schulsysteme sind komplex aufgestellt. Daher ist es wichtig, rechtzeitig mit der Planung eines Schuljahres anzufangen", führte die Landesrätin aus.

"Wir haben in Niederösterreich von 16.800 Eltern Fragebögen zum Thema Ganztagesschule zurückerhalten", meinte Schwarz. "Mehr als 50 Prozent der Eltern haben sich für eine flexible Form der Betreuung in der Schule ausgesprochen und bevorzugen eine schulische Nachmittagsbetreuung. Nur 17 Prozent der Eltern wollen den Unterricht in verschränkter Form, wo sich die Unterrichtseinheiten mit der Freizeitgestaltung abwechseln und alle Schüler etwa acht Stunden in der Schule zubringen müssen", betonte die Landesrätin.

"In Niederösterreich haben wir die Wahlfreiheit und bieten bereits in 380 Schulen eine ganztägige Schulform mit einer schulischen Nachmittagsbetreuung an. Die Eltern bestimmen dabei wie lange das Kind am Nachmittag und an welchen Tagen in der Schule bleibt. Das Kind kann im Zuge dieser Betreuung am Nachmittag auch am Vereinsleben teilnehmen oder die Musikschule besuchen. In Niederösterreich gibt es somit bereits eine ganztägige Schulform, die auf eine hohe Akzeptanz der Eltern stößt. Wir können dadurch ermöglichen, dass gut ausgebildete Frauen mit Kindern im Beruf bleiben können, wenn sie es möchten", so die Landesrätin.

Weiters erinnerte Schwarz daran, dass der Rückgang beim unterstützenden Personal in den Bundesschulen immer mehr zum Problem werde. Im Bundesland Niederösterreich sei in diesem Zusammenhang bereits eine Arbeitsgruppe gegründet worden, um den administrativen Aufwand in einer Volksschule, in einer Neuen Mittelschule etc. zu erheben. "Geprüfte Pädagogen sollen sich bei den Kindern bzw. im Unterricht befinden und nicht die Zeit mit dem Ausfüllen von Formularen oder Verwaltungsaufgaben verbringen", meinte die Landesrätin.

Helm sagte in seiner Stellungnahme: "Wir konnten alle Schulstandorte in Niederösterreich erhalten. Das ist gelungen, weil das Land für 450 Dienstposten aufkommt. Damit ist sichergestellt, dass die Lehrer zu den Schülern fahren müssen und nicht umgekehrt. Wir haben in Niederösterreich eine große Dichte an ganztägigen Schulformen mit vielen bedarfsgerechten Angeboten für die Nachmittagsbetreuung. Die Zahl der Schüler bleibt in diesem Schuljahr stabil. Rund ein Drittel der Volksschüler besucht nach der Volksschule eine allgemeinbildende höhere Schule und zwei Drittel der Schüler besuchen die Neue Mittelschule bzw. die Hauptschule."

Weitere Informationen: Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655, e-mail marion.gabler-soellner@noel.gv.at.

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