Bundesheer: Entminungsdienst sorgt für Sicherheit im ehemaligen Kriegsgebiet Kötschach-Mauthen

Seit Jänner 2013 bereits mehr als 600 Einsätze

Wien (OTS/BMLVS) - Am Freitag, den 23. August endete der Einsatz des Entminungsdienstes in Kötschach-Mauthen, Bezirk Hermagor. Zwei Wochen lang suchten die Experten des Entminungsdienstes Kriegsrelikte des Ersten Weltkrieges im hochalpinen Gebiet des österreichisch-italienischen Grenzbereiches und beseitigten diese.

Auf dem ehemaligen Kampfgebiet des Ersten Weltkrieges wurden immer wieder sprengkräftige Kriegsrelikte gefunden. Dies führte 1962 zu einem Unfall, bei dem fünf Soldaten, die sich auf Alpin-Ausbildung befanden, ums Leben kamen. Seither ist der Entminungsdienst in diesem Gebiet eingesetzt. Seit 1983 der Verein "Dolomitenfreunde" gegründet wurde, beseitigt der Entminungsdienst jährlich zwei Wochen im Sommer in diesem Gebiet Kriegsrelikte.

Im Rahmen ihres 30. Einsatzes im Gebiet Kötschach-Mauthen waren die Mitarbeiter des Entminungsdienstes 15 Mal ausgerückt, dabei führten sie in sechs Fällen eine Sprengung durch. Den Großteil der beseitigten Kriegsrelikte bildeten Granaten. Darüber hinaus sorgte in den letzten beiden Wochen auch die Tauchgruppe des Entminungsdienstes bei Taucheinsätzen für die Bergung von Kriegsrelikten aus dem Zollner- und dem Wörthersee.

Seit 1. Jänner 2013 ist der Entminungsdienst Teil des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport. Seither ist er mehr als 600 Mal ausgerückt, pro Woche finden bis zu 25 Einsätze statt. Bei diesen Einsätzen handelt es sich in vielen Fällen um Bombenblindgänger schwerer als 50 Kilogramm. Jedes einzelne Kriegsrelikt wird geborgen, untersucht, abtransportiert und vernichtet. In einigen Fällen müssen die Fundstücke vor Ort gesprengt werden.

Per Waffengesetz ist der Entminungsdienst für die Bergung, Untersuchung und Entschärfung aufgefundener sprengkräftiger Kriegsgeräte zuständig. Der Entminungsdienst hat seine Dienststelle in Wien, sowie Außenstellen in Graz und in Linz-Hörsching.

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