- 21.08.2013, 23:37:07
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Konferenz zum drohendem Versagen des massiven Sarsang-Staudamms soll im September stattfinden
Baku, Aserbaidschan (ots/PRNewswire) -
Akademiker, führende Politiker und Journalisten aus der ganzen Welt
werden Anfang September in Tartar, Aserbaidschan zusammenkommen, um
über den Zustand des Sarsang-Staudamms in der Bergkarabach-Region zu
diskutieren, so Elkhan Suleymanov, ein aserbaidschanisches Mitglied
der Parlamentarischen Versammlung des Europarats.
Armeniens Nutzung des Stausees hat die Lage in Bergkarabach und
anderen aserbaidschanischen Gebieten verschlimmert, die seit dem Ende
des Krieges zwischen den beiden Ländern vor fast zwei Jahrzehnten von
Armenien besetzt sind. Der Staudamm selbst ist seit 22 Jahren unter
armenischer Kontrolle.
In einem Interview mit der aserbaidschanischen Presseagentur wies
Suleymanov darauf hin, dass die armenische Verwaltung des Stausees
bereits eine dauerhafte Krise hervorgerufen hat. Bei seiner Öffnung
im Winter werden Strassen in angrenzenden Provinzen ausgewaschen, bei
seiner Schliessung im Sommer vertrocknet die umliegende
Landwirtschaft. Aufgrund Armeniens Besetzung der Region ist diese
aufkommende humanitäre Tragödie jedoch erst vor Kurzem ans Licht
gekommen.
Der 125 Meter hohe, 1976 von sowjetischen Ingenieuren errichtete
Staudamm ist unabhängigen Experten zufolge nach zwei Jahrzehnten der
Vernachlässigung durch Armenien dringend reparaturbedürftig.
Dieselben Experten sagen voraus, dass die bei einem Versagen des
Damms entstehende 65 Meter hohe Wasserwand eine "katastrophale"
Bedrohung für 400.000 flussabwärts lebende Menschen bilden würde, die
Suleymanov als die wahren "Geiseln" der Situation bezeichnete.
"Der Sarsang-Staudamm ist eine ernste Bedrohung für Aserbaidschan,
die dabei ist, sehr real zu werden", sagte Suleymanov.
Auf der Konferenz werden unabhängige Experten über die Gefahr eines
baldigen Versagens des Damms, die benötigten Reparaturen und die
Konsequenzen bei Nichtstun diskutieren.
Suleymanov merkte an, dass der Zweck der Konferenz im September in
der internationalen Bewusstseinsbildung über den Zustand des
Staudamms sowie die humanitären und ökologischen Dimensionen dieser
neuesten aus dem Bergkarabach-Konflikt resultierenden Tragödie
besteht. Ultimatives Ziel, fügte er hinzu, sind prompte
internationale Massnahmen gegen die potenzielle Krise, und falls
diese ausbleiben, Vorbereitungen für Hilfsmassnahmen im
Katastrophenfall.
Entgegen Resolutionen der Vereinten Nationen, der Parlamentarischen
Versammlung des Europarats, der Organisation für Sicherheit und
Zusammenarbeit in Europa und des Europäischen Parlaments hält
Armenien immer noch 20 Prozent des aserbaidschanischen Staatsgebiets
besetzt, ein Konflikt, durch den über eine Millionen Aserbaidschaner
aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
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