• 21.08.2013, 19:00:31
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Österreich braucht eine nationale Strategie für Geistiges Eigentum

Patentamtspräsident Rödler präsentiert Vorarbeiten für umfassende Reformen und erwartet Freigabe im kommenden Regierungsprogramm

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4404/ Im Bild: 
Friedrich Rödler (Patentamtspräsident)

Utl.: Patentamtspräsident Rödler präsentiert Vorarbeiten für
umfassende Reformen und erwartet Freigabe im kommenden
Regierungsprogramm =

Alpbach (OTS) - Österreich ist beim Global Innovation Index 2013 auf
den 23. Rang (von 142 untersuchten Staaten) abgerutscht; der
Input-Index von 60,6% und der Output-Index von 43,2% ergeben eine
Innovation Efficiency Rate von nur 0,7, vom Bericht explizit als
"Schwäche" kommentiert. Was Patente anlangt, belegt Österreich im
Global Innovation Index 2013 (je nach Gesichtspunkt) den 12. bzw.
den 14. Platz und ist damit im Spitzenfeld.

Europäische Vergleiche zeigen, dass jene Volkswirtschaften den
größten Nutzen aus Innovationen ziehen, die ihren IP-Zentren
(Patentämtern) eine aktive Funktion innerhalb der
verwertungsorientierten IP-basierten Wirtschaft zuordnen.
Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat im Juni 2013
eine nationale Strategie für Geistiges Eigentum ("Intellectual
Property - IP") urgiert. Diese soll Basis einer umfassenden Reform
sein, mit dem (bisherigen) Österreichischen Patentamt als künftigen
Hauptknoten des neuen IP-Systems.

Insbesondere das im Jahr 2015 ins Leben tretende EU-Patent wird
einen großen Teil der nationalen behördlichen Funktionen der
Patentämter hinfällig machen, im Gegenzug aber die
Informationsaufgaben und die verwertungsorienterte Funktion der
nationalen IP-Zentren forcieren.

"Die neue europäische Aufgabenverteilung und das Programm einer
nach den Nationalratswahlen 2013 zu bildenden Bundesregierung stellen
das letztmögliche Zeitfenster dar, um den politischen Willen zu einer
nationalen IP-Strategie zu dokumentieren und zügig umzusetzen",
unterstützte Patentamtspräsident Rödler beim Europäischen Forum
Alpbach die Forderung des Rates für Forschung und
Technologieentwicklung.

"Es sollte klar sein, dass der Schutz Geistigen Eigentums kein
Selbstzweck ist, sondern die untrennbare Vorbedingung für die
Entfaltung der ökonomischen Wirkung von Innovationen. Ungenutztes
Geistiges Eigentum ist brachliegendes Vermögen, hier ist noch viel zu
tun. Wir werden als Hauptknoten des neuen österreichischen IP-Systems
vermehrt zu Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätzen beitragen."

Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie am 21.8.2013 ab ca. 23:00
Uhr unter:
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