• 21.08.2013, 09:25:48
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FPÖ-Deimek: ÖBB-Taurus-Lok ist "Eurofighter auf Schienen"

ÖBB-Management verpulverte hunderte Millionen

Utl.: ÖBB-Management verpulverte hunderte Millionen =

Wien (OTS) - Die Österreichischen Bundesbahnen glänzen regelmäßig
durch offensichtliche parteinahe Unternehmenspolitik. "Die neuerliche
Politisierung des Managements durch Christian Kern, der dem
Personenkomitee für Werner Faymann angehört, ist da nur die traurige
Spitze des Eisberges", gibt FPÖ-Verkehrssprecher Gerhard Deimek zu
bedenken. Anschaffung und Betrieb der Lokomotive Taurus sei
vergleichbar "mit einem Eurofighter auf Schienen".

Die Österreichischen Bundesbahnen sind der Leitbetrieb in den
Bereichen Schiene und Transport. Es stelle sich die Frage, ob sie
diese Rolle trotz oder wegen ihres Managements innehaben, kritisiert
der freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Verkehrssprecher
Gerhard Deimek. Die ÖBB beschafften unter Generalsdirektor Draxler
(SPÖ) für das kleine Österreich 382 Lokomotiven des Typs "Taurus",
während sich der Rest Europas mit 127 Stück der Lok begnüge, so
Deimek. Insgesamt investierten die ÖBB nach Eigenangaben mehr als
eine Milliarde Euro in die Anschaffung. Dabei kommt es mit dem Modell
immer wieder zu Problemen, wie ÖBB-Mitarbeiter beklagen und
bestätigen. So sei das Modell intern wegen der außergewöhnlich hohen
Abnutzung als "Schienenschleifer" und "Stromfresser" bekannt. Der
Eigenenergieverbrauch im Stillstand liegt bei sagenhaft hohen 36
kW/h. Dass trotz aller Mängel unbedingt ein Fahrzeug der Firma
Siemens beschafft werden musste verwundert Deimek nicht. "Schließlich
müssen ÖBB-Chefs ja - wie die letzten Siemens Österreich-Chefs - auch
sozialdemokratische Parteimitglieder sein", ortet Deimek mögliche
Netzwerke zwischen SPÖ, ÖBB und der Privatwirtschaft. Und schon
haben die ÖBB-Chefs um schlanke 581 Mio. Euro das nächste
Siemens-Fahrzeug bestellt: 100 Stück Desiro Mainline.

Die Taurus sei kein schlechtes Gerät, entspreche jedoch nicht den
österreichischen Anforderungen. Von einer richtigen
Hochgeschwindigkeitslokomotive sei man zudem "weit entfernt". Hinzu
kämen die Anschaffung von viel zu vielen Lokomotiven der Bauart und
die "horrenden Kosten von mehr als einer Milliarde Euro dafür". Es
sei vielleicht pointiert aber nicht unschlüssig, die Beschaffung der
Taurus mit "einem Eurofighter auf Schienen zu vergleichen", merkt
Deimek an. Bei einem durchschnittlichen Stückpreis von 2,7 Millionen
Euro sei es ein betriebswirtschaftlicher Skandal, dass dem Vernehmen
nach dutzende Maschinen an fremde Unternehmen verleast werden müssen,
damit sie nicht "Staub ansetzen oder verrosten". Doch im Vergleich
mit dem Eurofighter-Debakel sei der gescheiterte
Verteidigungsminister und nunmehrige Wahlwerber Norbert Darabos in
der Schadensbegrenzung noch vergleichsweise erfolgreich gewesen,
schließt Deimek.

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