Kanzlertour 2013 in Freistadt - Bundeskanzler Werner Faymann: Österreich ist zu schön für Schwarz-Blau

SPÖ steht bei der Richtungsentscheidung am 29. September auf der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Freistadt (OTS/SK) - Zum Finale der Kanzlertour 2013 "Fürs Land. Durchs Land." hat Bundeskanzler Werner Faymann heute, Freitag, Freistadt in Oberösterreich besucht "Wir haben in den vergangenen fünf Jahren erlebt, was die Finanzmarktkrise in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt angerichtet hat: steigende Armut, enorme Arbeitslosigkeit und verheerende Jugendarbeitslosigkeit. Es ist unfair, wenn Bürgerinnen und Bürger, die nichts falsch gemacht haben, den Preis für diese Krise zahlen. Es ist unfair, wenn Regierungen mit Lohn- und Pensionskürzungen und dem Abbau von sozialen Rechten antworten. Wir stehen auf der anderen Seite. Wir lassen nicht zu, dass Bürgerinnen und Bürger Opfer der Finanzmarktkrise werden", versicherte Bundeskanzler Faymann im Rahmen seiner Ansprache auf dem Messegelände Freistadt. ****

Der Landesparteivorsitzende der SPÖ Oberösterreich, Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl, unterstrich in seiner Rede: "Es gibt einen Namen, der dafür verantwortlich ist, dass Österreich heute so gut dasteht - und das ist Werner Faymann. Er hat Österreich mit sicherer Hand durch die letzten fünf Jahre geführt. Dafür möchte ich mich bei ihm bedanken und wir werden alles tun, dass der Bundeskanzler in Österreich auch in den kommenden Jahren Werner Faymann heißt." Als Ehrengäste nahmen auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Gesundheitsminister Alois Stöger, Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Staatssekretär Josef Ostermayer an der Veranstaltung teil.

Während im europäischen Durchschnitt 25 Prozent, in manchen Ländern Südeuropas gar 50 Prozent der Jugendlichen arbeitslos sind, hat Österreich die geringste Arbeitslosigkeit in der EU. "Das trägt unsere Handschrift. Denn was Schwarz-Blau angerichtet hat, wissen wir noch: damals, mitten in der Hochkonjunktur, hatten wir die höchste Arbeitslosigkeit in der Geschichte der Zweiten Republik", erklärte Faymann und führte weiter aus: "Neoliberale, liberale und konservative Regierungen in Europa bekämpfen die Arbeitslosigkeit nicht. Sie sind untätig oder schlagen mit Antworten wie 'Mehr privat, weniger Staat' den falschen Weg ein. Deshalb sind wir so überzeugt, dass wir dieses wunderschöne, starke Land niemals wieder einer schwarz-blauen Regierung überlassen dürfen."

Kritik richtete der Kanzler auch am Koalitionspartner ÖVP, der in den letzten Wochen mit Forderungen wie der sofortigen Anhebung des Frauenpensionsalters oder der Einführung eines 12-Stunden-Tages aufhorchen ließ. "Es wundert mich, dass gerade diejenigen, die, wenn es um zwei Stunden Mehrarbeit bei den Lehrerinnen und Lehrern geht, größte Schwierigkeiten haben, zuzustimmen, gleichzeitig ein Unterlaufen der Kollektivverträge planen - und das mit dem Wort Flexibilisierung tarnen. Wir wollen keine Lohnkürzungen durch die Hintertür. Wir wollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützen. Wir lassen uns die Arbeit der Gewerkschaften nicht zerstören", versprach Faymann.

"Ich bin stolz auf den Wohlstand unseres Landes. Österreich ist einer der besten Wirtschaftsstandorte der Welt. Aber was erwirtschaftet wird, muss auch gerecht verteilt werden. Uns geht es um faire Löhne und darum, dass das gemeinsam Erwirtschaftete dazu verwendet wird, den Wohlstand abzusichern, älteren Menschen ein Altern in Würde und Spitalaufenthalte unabhängig vom Bankkonto zu ermöglichen. Wir werden bei nächster Gelegenheit, wenn wir es uns leisten können, den Eingangssteuersatz für ArbeitnehmerInnen senken und gleichzeitig diejenigen, die bisher zu wenig beigetragen haben, stärker in die Pflicht nehmen - mit einer Bankenabgabe, einer Finanztransaktionssteuer und einer Millionärsabgabe. Das ist sozialdemokratische Politik und darüber entscheiden wir am 29. September", so der Bundeskanzler.

"Wer weiß, wie Schwarz-Blau in wirtschaftlich guten Zeiten das Land hinuntergeführt hat, wer weiß, wie wir in stürmischen Zeiten dagegen gehalten haben, wer weiß, dass Ungerechtigkeit nur zurückgedrängt werden kann, wenn wir unsere Stärke im eigenen Land und in der europäischen Politik für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter ausbauen - den bitte ich: Treffen wir am Wahltag die richtige Entscheidung, eine Entscheidung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, eine Entscheidung für Österreich," appellierte Werner Faymann an die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher.

Im Anschluss an seine Rede nutzte Werner Faymann die Gelegenheit, um mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Für musikalische Unterhaltung auf der von Norbert Oberhauser moderierten Veranstaltung sorgte die Band "Edlseer".

SERVICE: Fotos von der Kanzlertour 2013 stehen in Kürze unter folgendem Link zur Verfügung:
http://www.flickr.com/photos/wernerfaymann (Schluss) rp/ps

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