Khol: Bin enttäuscht von Kanzler Faymann. Er müsste es besser wissen!

Aussagen zum Thema Frauenpensionen unsachlich und vor allem rechtlich nicht korrekt

Wien (OTS) - Der SPÖ-Spitzenkandidat hatte gestern in der "Krone" in den Raum gestellt, die ÖVP wolle nach den Wahlen das gesetzliche Frauenpensionsalter 2014 um fünf Jahre - also von 60 auf 65 Jahre erhöhen. Dazu hält Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen Seniorenrates fest:

"Ich bin enttäuscht von Kanzler Faymann. Als Regierungschef müsste er es besser wissen: Eine Anhebung eines gesetzlichen Pensionsantrittsalters geht nach österreichischem Recht nie in einem einzigen fünf-Jahres-Schritt. Immer werden in solchen Fällen schrittweise Änderungen, in maximal 6-Monats-Schritten pro Jahr, angewendet. Anderes lässt unsere Verfassung nicht zu. Ich halte eine derartige Verunsicherung der älteren Arbeitnehmer durch einen Bundeskanzler für nicht in Ordnung."

Und Khol weiter:

"Das erinnert leider sehr an den Pensionistenbrief seines Vor-Vorgängers Vranitzky, der im Jahr 1995 vor 'überfallsartigen' Pensionsalter-Erhöhungen durch die ÖVP gewarnt hatte. Dabei macht der Vergleich sicher: 1995 galt als gesetzliches Pensionsantrittsalter der Männer 65 Jahre, für Frauen galt 60 Jahre, ab 2024 ansteigend um sechs Monate pro Jahr auf 65 Jahre anno 2033. Heute - 18 Jahre später - gelten exakt dieselben Regelungen. 'Überfallsartig', wie zuletzt auch von Kanzler Faymann in den Raum gestellt, sieht anders aus. Dem ist hinzuzufügen: ein Drittel dieser seit dem Vranitzky-Pensionistenbrief vergangenen 18 Jahre stellte die ÖVP den Kanzler, war die SPÖ in Opposition. So viel zu den Fakten!"

"Michael Spindelegger und die ÖVP haben festgestellt, was Sache ist: Eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters steht nicht in den ÖVP-Programmen zur nächsten Legislaturperiode. Wer aber behauptet - ja sogar Stein und Bein darauf schwört - er wisse, was ab 2019 in Österreich zu beschließen sei, der lügt die Menschen an. Die ÖVP mit Michael Spindelegger gestaltet die Zukunft und sagt den Menschen die Wahrheit: Wenn die wirtschaftliche Entwicklung stimmt, wenn wir neue sichere Jobs schaffen können, dann sind unsere Pensionen sicher", hält Khol abschließend fest.

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