64. NÖ Almwandertag war mit Tausenden Besuchern voller Erfolg

Pernkopf und Schultes betonen Bedeutung bewirtschafteter Almen als Erholungsraum

Wien (OTS) - Der diesjährige NÖ Almwandertag, veranstaltet von der Weidegenossenschaft Amstetten und dem Alm- und Weidewirtschaftsverein, führte auf die Trefflingweide im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Heuer zeigten so viele Besucher wie nie zuvor, wie sehr sie die Almen und die Leistungen der Almbauern wertschätzen. Im Rahmen dieser Veranstaltung feierte die Weidegenossenschaft Amstetten ihr bereits hundertjähriges Bestehen mit einer umfangreichen Leistungsschau, einem bunten Rahmenprogramm und einer Festschrift. Die niederösterreichischen Agrarspitzenpolitiker nutzten die Gelegenheit, um die große Bedeutung der Almwirtschaft aufzuzeigen.

Bewirtschaftung zum Nulltarif nicht möglich

"Auf den Almen produzieren die Bauern Lebensmittel und Erholungsraum, den sie durch die Nutzung schützen. Erst die Bewirtschaftung macht die Almen zu dem, was sie sind, doch das geht nicht zum Nulltarif", stellte Landesrat Stephan Pernkopf fest. Die Leistungen der Bauernschaft könnten aber nicht zur Gänze über den Produktpreis ausgeglichen werden. "Was brauchen die Landwirte und speziell unsere Bergbauern von der Gesellschaft? Sie brauchen die gesellschaftliche Akzeptanz der notwendigen Ausgleichszahlungen", sagte Pernkopf und unterstrich damit auch die Bedeutung des Umwelt-und des Bergbauernprogramms für die neue Förderperiode der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik.

Ein Herzensanliegen ist dem Landesrat zudem die Investitionsförderung. "Sie gibt den Bauern Zukunft und ist zusätzlich ein Motor für die Wirtschaft im ländlichen Raum, weil das Geld ja nicht auf den Höfen liegen bleibt", weiß der Landesrat. "In der letzten Periode haben die Bauern rund EUR 1 Mrd. investiert. Deshalb setzte ich mich vehement dafür ein, die Mittel aus der Investitionsförderung so rasch wie möglich wieder zu mobilisieren", so Pernkopf.

Schultes drängt auf praktikable Lösung bei der Almfutterflächen-Ermittlung

Für eine praktikable Lösung in Sachen Almfutterflächen-Feststellung sprach sich Hermann Schultes, Präsident der LK Niederösterreich, aus: "Wenn der Verwaltungsapparat eine ordentliche Abwicklung gewährleistet, mit dem Land zusammenarbeitet und die Almbauern noch etwas Geduld haben, erreichen wir, dass wir den Verwaltungskrampf rund um die Flächenermittlung entschärfen und für die Almbauern ordentliches Arbeiten wieder möglich ist. Sie verdienen ein Dankeschön für ihre Leistungen", betonte Schultes. Den Besuch des österreichischen Almobmannes, Landesrat Erich Schwärzler aus Vorarlberg, wertete er als "ausdrückliches Zeichen der Anerkennung für den vorbildlichen niederösterreichischen Weg in der Zusammenarbeit zwischen Almbauern, Landwirtschaftskammer, Agrarbezirksbehörde und AMA. Auch Landesrat Pernkopf zeige vor, dass er durch seine Erfahrungen im eigenen Bundesland die österreichische Position wirkungsvoll beeinflussen könne, so Schultes.
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