Seniorenbund: "Kopfnüsse" im Wahlkampf 2013 - Dringende Forderung nach "Nationalem Aktionsplan Demenz"

Durch Vorsorge dem Leben mehr gesunde Jahre geben. Service-Angebot auf der neuen Homepage www.seniorenbund.at - "Kopfnüsse" als tägliche Gedächtnisübungen für Senioren

Wien (OTS) - Der Seniorenbund hat heute in einer Pressekonferenz seine neue Homepage und das dort abrufbare Serviceangebot der "Kopfnüsse" - das sind Gedächtnisübungen zur Vorsorge gegen Demenz -präsentiert. Dazu passend wurde auch das Forderungsprogramm des Seniorenbundes zu Gesundheit, Hausärzten und technischer Unterstützung für ein langes Leben in den eigenen vier Wänden vorgestellt.

Das Ziel formuliert Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat sehr klar:

"Wir wollen dem Leben mehr gesunde Jahre geben. Jede und jeder Einzelne kann dazu selbst beitragen. Gefordert ist aber auch die Politik, wo man in den letzten fünf Jahren im Ressort des SPÖ-Gesundheitsministers leider entscheidende Fortschritte vermissen musste!"

"Kopfnüsse": Mit täglichen Übungen gegen Demenz vorsorgen

Die Bildungsexpertin M.Ed. Christine Mitterlechner - sie ist u.A. Geragogin, LIMA-Trainerin und Referentin in der Erwachsenenbildung -hatte sich ehrenamtlich in den Dienst der guten Sache gestellt. Sie erstellte mit den "Kopfnüssen" Gedächtnisübungen, die ab sofort auf www.seniorenbund.at abgerufen werden können. Dabei finden sich jeden Sonntag fünf neue Übungen. Mitterlechner:

"Jede und jeder von uns wünscht sich, die Lebensfreude, Lebensqualität und Gesundheit bis ins hohe Alter zu bewahren. Sich körperlich fit zu halten, leuchtet den meisten von uns ein, dass aber auch unser Gehirn regelmäßig trainiert werden soll, um leistungsfähig zu bleiben, ist wenigen bewusst. Studien belegen, dass sich durch ein gezieltes Gedächtnistraining die Konzentrationsfähigkeit steigern lässt. Sowohl die Ausdauer als auch die Lenkung der Aufmerksamkeit können positiv beeinflusst werden wenn wir lernen mit Störungen und Ermüdung besser umzugehen. Die 'Kopfnüsse' bieten einen Beitrag zu einem solchen Gedächtnistraining!"

"Kopfnüsse" an die Politik: Wir brauchen einen "Nationalen Aktionsplan gegen Demenz" und den Hausarzt als echten "Gesundheitsmanager"!

Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat stellte die umfassenden Gesundheitsforderungen des Seniorenbundes vor:

"Die Senioren können selbst viel für den Erhalt ihrer Gesundheit tun. Doch muss auch die Politik die Senioren dringend dabei unterstützen. Vor allem brauchen wir den Nationalen Aktionsplan gegen Demenz. Wir brauchen ein Vorsorgesystem nach dem Modell der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) - mit Boni für jene, die ihre Gesundheit durch eigene Leistung verbessern. Und wir brauchen endlich das seit fünf Jahren versprochene 'Hausarztmodell neu' - der Hausarzt muss in Zukunft zum echten 'Gesundheitsmanager' werden! Alle diese Punkte hat die ÖVP mit Michael Spindelegger in ihr Wahlprogramm aufgenommen!"

Aubauer verwehrte sich auch gegen den landläufigen Alarmismus hinsichtlich steigender Pflege- und Demenzzahlen:

"Von 2011 auf 2012 ist die Anzahl der Pflegegeldbezieher um nur 0,08 Prozent angestiegen. Wer darin eine 'Explosion' erkennt, will offensichtlich nur verunsichern! Wir wollen Demenz und Pflegebedürftigkeit wirklich nicht kleinreden - aber die immer wieder praktizierte Form des undifferenzierten Alarmismus können wir so nicht akzeptieren. Es hilft nicht, zu jammern und dabei die Hände in den Schoß zu legen. Politik hat viel mehr zu handeln - und zwar umgehend!"

Senioren sind zunehmend in der Lage, moderne Technik aktiv zu nutzen

Susanne Walpitscheker, stv. Generalsekretärin des Österreichischen Seniorenbundes, verwies bei der Präsentation der neuen Homepage auf den geänderten Umgang der Senioren mit neuen Technologien und Medien:

"Noch vor ein paar Jahren hätten wir die 'Kopfnüss' nur in Buchform auflegen können, weil zu wenige Senioren das Internet kompetent nutzten. Heute unterscheidet sich die Internet-Nutzungsrate der 60- bis 69-jährigen nur noch zu 0,09 Prozent von der Nutzungsrate der Gesamtbevölkerung im Alter über 15 Jahren. Das heißt: Senioren können und wollen das Internet und neue Technologien benutzen. Daraus ist zu folgern: Es ist die Pflicht der Politik, den älteren Generationen die modernste Technologie an die Hand zu geben, damit diese so lange als möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können!

"Konkret heißt das: Breitbandinternet für alle in ganz Österreich. Diesen Ausbau brauchen wir jetzt und nicht irgendwann. Förderung für Technologien zur unterstützten Wohnumgebung (sog. Ambient Assisted Living). Das unterstützt die Selbständigkeit auch im hohen Alter. Und das bring hochqualifizierte Jobs für Jüngere - von der Forschung bis zu Einbau und Wartung dieser technischen Anlagen. Dabei hat die Förderung unbedingt auch den privaten Wohnbereich zu umfassen. Die ÖVP hat auch diese Forderungspunkte des Seniorenbundes in ihr Wahlprogramm aufgenommen und zeigt damit: Seniorenbund und ÖVP stehen gemeinsam für den Erhalt der Wahlfreiheit, für die Unterstützung der Menschen in ihrem Wunsch, selbstbestimmt und ohne Einmischung der Politik gesund älter zu werden", so Walpitscheker abschließend.

SERVICE: Auf www.seniorenbund.at finden Sie die Gedächtnisübungen "Kopfnüsse", sowie die umfassende Unterlage und Bilder dieser Pressekonferenz.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund
Susanne Walpitscheker
stv. Generalsekretärin
Tel.: Tel.: 0650-581-78-82
swalpitscheker@seniorenbund.at
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