Mehr Mariahilfer Straße: Neue Verkehrsorganisation in Kraft getreten

Samstag, 31.8.: Erlebnistag auf der neuen Mariahilfer Straße mit Info-Schwerpunkt

Wien (OTS) - Seit heute, Freitag, den 16.8.2013, 6:00 Uhr, ist die neue Verkehrsorganisation der Inneren Mariahilfer Straße Realität:
FußgängerInnen- und Begegnungszone bringen für BewohnerInnen und BesucherInnen mehr Bewegungsfreiheit und mehr Lebensqualität in die dichtverbaute Innenstadt. Das steigert nicht nur den persönlichen Wohlfühlfaktor und bringt Wien eine weitere moderne "Flaniermeile", es wertet auch den lokalen Wirtschaftsstandort auf und sichert die zukünftige Konkurrenzfähigkeit der Mariahilfer Straße als "Einkaufsmeile". Mit 16.8. startet auch die Optimierungsphase, in der Adaptionen und Veränderungen - soweit erforderlich - umgesetzt werden können. Nach der mehrmonatigen Phase der Optimierung wird es eine umfassende Befragung der Bevölkerung des 6. und 7. Bezirks geben.

Um sowohl AnrainerInnen als auch BesucherInnen der Mariahilfer Straße diesen neuen, attraktiven Lebensraum mit all seinen Vorteilen bewusst und erlebbar zu machen, steht die Innere Mariahilfer Straße am 31.8.2013 unter dem Motto: "Mehr Mariahilfer Straße erleben." Dieser "Erlebnistag" versteht sich als besondere "Event" - bewusst wird auf den Trubel eines klassischen Straßenfestes mit Show-Bühnen, Live-Musik und zusätzlichen Gastro-Ständen verzichtet. Es geht vielmehr darum, das neue Flair der Stadt und den gewonnenen Raum entspannt zu genießen - Bummeln, Spazieren gehen, Flanieren ohne Konsumzwang.

So laden zahlreiche "Inseln der Entspannung" zum Erleben und Verweilen ein. In den Begegnungszonen wie auch in der FußgängerInnenzone sorgen Straßenkünstler sowie Artisten für Unterhaltung und führen vor Augen, wie der neu gewonnene Freiraum aktiv genutzt werden kann. Kinder erobern mit der Wiener Spielstraße die FußgängerInnenzone zwischen Kirchengasse und Andreasgasse. Und für alle, die die neue Mariahilfer Straße befahren wollen, steht den ganzen Tag über ein Gratis-Fahrrad-Rikscha-Service zur Verfügung.

Aber auch Information und Dialog kommen an diesem Tag nicht zu kurz:
Ein Informationsteam befindet sich im gesamten Verlauf der Mariahilfer Straße ganztägig im Einsatz, und für die RadfahrerInnen öffnet das FahrRADhaus on tour am Museumsplatz seine Pforten. Nach Sonnenuntergang schließlich kehrt das Wiener-Fahrradkino noch einmal zurück auf die Mariahilfer Straße. Der Cycle Cinema Club bietet ein Open Air Kino der nachhaltigen Art: Der Strom für die Filmvorführung wird - fernab von jeder Steckdose - mit Hilfe von Stromgeneratorrädern erzeugt. Ein engagiertes und tretfreudiges Publikum ist also die Voraussetzung für den Kinobetrieb.
Sämtliche Informationen zur neuen Verkehrsorganisation sind unter www.dialog-mariahilferstrasse.com abrufbar. Zusätzlich steht die Infoline Verkehr 01 955 59 als Informationsdrehscheibe zur Verfügung.

Die Details zur neuen Verkehrsorganisation der Inneren Mariahilfer Straße

Zwischen Getreidemarkt und Kirchengasse bzw. zwischen Kaiserstraße und Andreasgasse werden Begegnungszonen eingerichtet. Das trägt wesentlich zur Verkehrsberuhigung bei und sichert gleichzeitig die ungehinderte Erreichbarkeit der Garagen und Geschäfte. Zwischen Andreasgasse und Kirchengasse wird die Mariahilfer Straße zur FußgängerInnenzone mit der Möglichkeit, Rad zu fahren. Der 13A bekommt einen rotgefärbten Fahrbereich. Für die AnwohnerInnen des 6. und 7. Bezirks werden jeweils in einem ersten Schritt zusätzlich 27 AnwohnerInnenparkplätze geschaffen. Insgesamt soll das Angebot an AnwohnerInnenparkplätzen weiter ausgebaut werden.

Die neue Mariahilfer Straße in fünf Punkten:
1. FußgängerInnenzone auf der Mariahilfer Straße zwischen Kirchengasse und Andreasgasse.
a. Das Liefern ist zwischen 6-13 Uhr möglich (Mo-Sa, werktags)

2. Zwei Begegnungszonen zwischen Getreidemarkt und Kirchengasse sowie Andreasgasse und Kaiserstraße
a. Lieferzeiten und Lieferzonen bleiben unverändert.
b. Es gilt Tempo 20.
c. Drei "Kiss and Ride"-Plätze zum Ein- und Aussteigen werden eingerichtet.
d. Zufahrten zu allen Garagen und Hauseinfahrten sind möglich.

3. Öffis und Taxis: Ein eigener Fahrbereich für den 13A wird rot eingefärbt.
a. Das Queren der rotmarkierten Fahrfläche für den 13A ist erlaubt, das Längsgehen nicht.
b. Es gilt Tempo 20.
c. Taxis dürfen in Richtung des Busses zum Abholen und Hinbringen die Fahrbahn des 13A benutzen. Das Ein- und Aussteigen erfolgt neben der markierten Fahrfläche. Das Durchfahren, ohne dort Ein-oder Aussteigen zu lassen, ist nicht erlaubt.
d. Bereich FußgängerInnenzone Andreasgasse bis Neubaugasse: Für Taxis Zu- und Abfahrt zwischen 6 und 13 Uhr.
e. Der Nachtbus N49 wird ab 15.8. nachts auf der Trasse der Straßenbahnlinie 49 fahren.

4. Radfahren in der gesamten Mariahilfer Straße ist in beide Richtungen möglich.
a. angepasste Geschwindigkeit: max. Tempo 20 in den
Begegnungszonen
b. FußgängerInnenzone: Schrittgeschwindigkeit (außer roter Fahrbereich für 13A: Dort Tempo 20 in Fahrtrichtung des Busses)

5. Das Parken auf der Mariahilfer Straße ist nicht mehr möglich. a. Schaffung von AnwohnerInnenparkplätzen in den Seitengassen (27 AnwohnerInnenparkplätze jeweils im 6. und im 7. Bezirk) - weiterer Ausbau geplant
b. Die umliegenden Garagen ermöglichen das Parken, ausreichend Stellplätze sind vorhanden.

Zusätzlich werden begleitend Verkehrsmaßnahmen in den angrenzenden Bezirken Mariahilf und Neubau ergriffen. So gilt beispielsweise ab 16.8.2013 Tempo 30 auf Gumpendorfer Straße, auf Neustiftgasse und Burggasse. Weiters wird der Durchzugsverkehr durch Veränderungen im Einbahnsystem unterbunden.

Mit dem 16.8. werden sämtliche Änderungen der Verkehrsorganisation im Online-Stadtplan der Stadt Wien www.wien.at angezeigt beziehungsweise auch das Routenplaner-Tool www.anachb.at angepasst sein.

Rückfragen & Kontakt:

Andreas Baur
Mediensprecher Vzbgm. Maria Vassilakou
andreas.baur@wien.gv.at
0664 831 74 49

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