ÖAMTC: Andere Länder, andere Sitten - wie man Fettnäpfchen auf Reisen vermeidet

Wo Rülpsen ausdrücklich erlaubt und Fotografieren strengstens verboten ist

Wien (OTS) - Ob bei der Begrüßung, der Kleidung, im Restaurant oder beim Fotografieren - jede Kultur pflegt ihre eigenen Standards und Rituale. "Um unangenehme Situationen nicht herauszufordern, gibt es einige Dinge zu beachten", weiß ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. Während es bei uns beispielsweise üblich ist, sich die Hand zu schütteln oder sich mit Küsschen auf die Wange zu begrüßen, würde dieses "Zuviel an Körperkontakt" in zahlreichen Ländern für Verwirrung oder sogar für Unmut sorgen. In China, Japan und weiten Teilen Südostasiens begrüßt man sich mit einer kleinen Verbeugung -ohne direkten Augenkontakt. Ein tiefer Blick in die Augen des Gegenübers kann schnell als taktlos empfunden werden. Kindern sollte man nicht über den Kopf streicheln, denn bei Buddhisten ist der Kopf der Sitz der Seele und sollte generell nicht berührt werden. Im hinduistisch geprägten Indien gilt außerdem die linke Hand als unrein.

Bei der Kleidung - Vorsicht beim Zeigen nackter Haut

In vielen Ländern des Nahen Ostens ist auf die passende Kleidung zu achten. Enge, kurze Shirts oder Röcke, die viel nackte Haut zeigen, werden oftmals als Zeichen der Respektlosigkeit gedeutet. Meist genügt es, wenn man auf bedeckte Schultern und knielange Bekleidung achtet. Ein Tabu ist in solchen Ländern das Sonnenbad "oben ohne". In Indien darf ein Haus, ein Tempel oder eine Moschee meist nur ohne Schuhe betreten werden. Beim Sitzen sollte man seine Füße nicht dem Gegenüber entgegenstrecken und die Fußsohlen möglichst nicht zeigen. Generell gilt das Zeigen der Sohle in vielen asiatischen oder muslimischen Ländern als Beleidigung.

Im Restaurant - Tischmanieren besonders im asiatischen Raum "anders"

Während in vielen Ländern großer Wert auf gepflegte Tischmanieren gelegt wird, ist z.B. in China das Rülpsen und Schmatzen bei Tisch ein Zeichen dafür, dass das Gericht besonders gut schmeckt. "Auf keinen Fall sollte man in asiatischen Ländern seine Essstäbchen senkrecht in eine Reisschüssel stecken, denn das ruft bei den Einheimischen Assoziationen mit einem Trauerritual hervor", rät ÖAMTC-Expertin Renner. Ein absolutes Tabu in China, Japan und Indien ist es, sich bei Tisch die Nase zu putzen.

Beim Fotografieren - Rücksicht auf religiöse Ansichten notwendig

In manchen Ländern ist das Ablichten von Flughäfen, Bahnhöfen, Polizeistationen, Uniformierten und militärischen Anlagen streng verboten. Bei indigenen Völkern (z. B. in Mexiko im Bundesstaat Chiapas) muss man besonders rücksichtsvoll sein. Religion und Aberglaube verbieten teilweise das Fotografieren und Filmen, weil hier die Vorstellung eines "Raubes der Seele" weit verbreitet ist. Die ÖAMTC-Touristikerin warnt auch vor Besonderheiten in Thailand:
"Dort gibt es viele Buddha-Statuen, auf die man sich jedoch niemals setzen oder stellen darf - auch nicht, um sich fotografieren zu lassen. Das kann sogar zu einem Gefängnisaufenthalt führen." Möchte man Menschen bildlich festhalten, bittet man sie am besten vorher um Erlaubnis.

Weitere Tipps und Reiseinformationen findet man online in der weltweiten ÖAMTC Länder-Info unter www.oeamtc.at/laenderinfo.

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