Darabos: Der Ausbeutung durch All-In-Verträge muss ein Riegel vorgeschoben werden

VP will mehr Flexibilisierung der Arbeitszeit und Umgehen der Kollektivverträge

Wien (OTS/SK) - Immer mehr Arbeitsverträge sind sogenannte All-In-Verträge. Inzwischen betrifft das bereits 20 Prozent aller Arbeitsverträge. "Es muss klare, verständliche und nachvollziehbare Regeln geben - nicht eine weitere Flexibilisierung wie die ÖVP das will", betonte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos heute, Mittwoch. Denn All-In-Verträge - ursprünglich für Top-Manager konzeptioniert - werden mehr und mehr die Regel und sind ausschließlich für den Arbeitgeber von Nutzen. "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fallen damit um kollektivvertragliche und in Betriebsvereinbarungen festgehaltene Rechte um. Und die Arbeitgeber können sich Überstunden oder Feiertagszulagen ebenso ersparen wie sonstige kollektivvertragliche Abgeltungen einer Arbeitszeit außerhalb der Norm", sagte Darabos gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Ein solches Szenario passt auch in die im ÖVP-Wahlprogramm festgehaltene Forderung nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeit, die 12-Stunden-Tage und 60-Stunden-Wochen mit sich bringen würde. Und in VP-Chef Spindeleggers Programm "Unternehmen Österreich 2025" sind sogar ganz konkret die Liberalisierungen des Arbeitszeitgesetzes sowie des Arbeitsruhegesetzes und des Feiertagsruhegesetzes vorgesehen. Auch "Opting-Out-Möglichkeiten" wünscht sich der VP-Chef hier. "Da muss man den Menschen schon sagen, es geht hier ganz klar darum, All-In-Verträge noch weiter zu forcieren und Arbeitszeit-Regelungen auszuhebeln", betonte Darabos. (Schluss) up/mb

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