Neues Volksblatt: "Neustart" (von Heinz Wernitznig)

Ausgabe vom 9. August 2013

Linz (OTS) - Die Würfel sind gefallen: Die Stadt Linz wird - wenn nicht noch ein Wunder geschieht - bald um ein Wahrzeichen ärmer sein. Pikanterweise gibt ausgerechnet das Bundesdenkmalamt grünes Licht für die Zerstörung - sprich den Abriss - der unter Schutz stehenden Eisenbahnbrücke. In vielen anderen Fällen pochen die Denkmalschützer hingegen auf den Erhalt historischer Baulichkeiten - man denke nur an die Seeklause Steeg beim Weltkulturerbe-Ort Hallstatt, wo die Sicherheit ebenfalls eine große Rolle spielt.
Mit der Entscheidung gegen eine Sanierung der Eisenbahnbrücke und für den Bau einer neuen Donauquerung ist zu hoffen, dass im Sinne der Bevölkerung und der tausenden Pendler möglichst bald eine zukunftsfähige Verkehrslösung in Angriff genommen wird. Eine neue Brücke muss sich nicht nur harmonisch ins Stadtbild einfügen, sondern auch attraktiv für Benützer von Straßenbahn und Bus sowie für Radfahrer und Fußgänger sein. Die Ausschreibung eines Architekten-Wettbewerbs samt Experten-Jury ist deshalb ein Gebot der Stunde. Ergeben sich unter dem Strich bei den Kosten und der Bauzeit ebenfalls Vorteile, wird der Mehrheit der Linzer Bevölkerung der Abschied von seinem Wahrzeichen vermutlich nicht allzu schwer fallen. Gefordert ist nun SPÖ-Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger, seine Ankündigungen endlich in die Tat umzusetzen.

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