Industrie: Arbeitszeitflexibilisierung positiv für Unternehmen und Belegschaft

IV-Vize-GS Koren: Flexiblere Arbeitszeitregelungen entsprechen wirtschaftspol. Anforderungen und sichern hohe Beschäftigung - RWR-Karte ist moderne Zuwanderungspolitik

Wien (OTS/PdI) - "Flexibel zu arbeiten bedeutet nicht in Summe mehr zu arbeiten, sondern dann zu arbeitet, wenn Aufträge da sind", betonte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Peter Koren heute, Mittwoch. "Gerade in schwierigen konjunkturellen Zeiten müssen die Rahmenbedingungen für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort kontinuierlich verbessert werden. Unternehmen brauchen die Möglichkeit im Anlassfall flexibel und unbürokratisch auf Arbeitsspitzen reagieren zu können", so Koren. "Bei der Arbeitszeitflexibilisierung geht es neben dem flexiblen Reagieren auf aktuelle Auftragslagen vor allem um eine bessere Verteilung der Normalarbeitszeit, die weiterhin im Durchschnitt bei 40 Stunden pro Woche liegen soll. Wer für einen gewissen Zeitraum länger arbeitet, bekommt dafür im Umkehrschluss natürlich mehr frei", so der Vize-Generalsekretär.

"Zudem bringt die flexible Verteilung der Arbeitszeit für die Mitarbeiter ebenso Vorteile, wie für die Unternehmen. In Zeiten schlechter Auftragslage kann ein aufgebauter Zeitsaldo abgebaut werden. Damit werden einerseits unnötige Stehzeiten vermieden und andererseits kann so Beschäftigung in Zeiten konjunktureller Krisen gesichert werden", betonte Koren. "Im Durchschnitt ändert sich dabei für die Gesamtarbeitszeit nichts. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben haben Verständnis für die notwendige Flexibilisierung, wünschen sie sogar. Das derzeitige Arbeitszeitrecht ist unübersichtlich und sehr restriktiv, die gesetzliche Tageshöchstarbeitszeit von zehn Stunden ist vielfach nicht praktikabel und entspricht oft weder den Bedürfnissen der Unternehmen, noch denen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Koren abschließend.

Handlungsbedarf bestehe auch bei der Rot-Weiß-Rot-Karte. "Die demografische Entwicklung zeigt uns, wie wichtig es zukünftig sein wird, gut ausgebildete Personen für Österreich zu gewinnen. Vor allem im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich tun sich die Betriebe schwer, passende Arbeitskräfte zu finden", so der Vize-Generalsekretär. "Wir brauchen einen Abbau bürokratischer Hürden über eine Verfahrensbeschleunigung bis hin zur Einbeziehung der Bachelor-Absolventen in die Rot-Weiß-Rot-Karte. Der Bachelor-Abschluss ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung und die in Österreich studierenden Personen sind sehr gut integriert. Es ist nicht nachvollziehbar, dass wir diesen Menschen zwar die Ausbildung finanzieren, aber keinen Zugang zu einer Beschäftigung anbieten können und dadurch das Knowhow ins Ausland abfließen lassen", betonte Koren. "Die Rot-Weiß-Rot-Karte muss sich durchsetzen und Österreich einen guten Dienst erweisen."

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