Hitzewelle: Menschlichkeit auf Baustellen gefragt

GBH appelliert an Verantwortliche, Hitzeregelung anzuwenden

Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) appelliert an Arbeitsgeber und Baustellenverantwortliche, von der neuen gesetzlichen Regelung hitzefrei bei Arbeiten im Freien ab 35 Grad Gebrauch zu machen. Das Arbeiten soll bei diesen tropischen Temperaturen eingestellt oder - falls zumutbar und möglich - in den Schatten verlegt werden.++++
Im Herbst 2012 wurde dazu auf Vorschlag der Bausozialpartner im Parlament eine gesetzliche Regelung für Bauarbeiter im Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz beschlossen. Bei mehr als 35 Grad Hitze kann daher das Arbeiten im Freien eingestellt werden. Die Entscheidung dazu liegt beim Arbeitgeber und bei dessen Beauftragten auf der Baustelle. Den Bauarbeitern gebührt eine Entschädigung der Ausfallsstunden in Höhe von 60 Prozent des Stundenlohnes. Den Arbeitgebern wird diese Entschädigung aus einem eigens dafür geschaffenen Fonds refundiert. Bau-Holz-Gewerkschaftschef Josef Muchitsch appelliert an die Arbeitgeber und Verantwortlichen auf den Baustellen: "Wir reden hier von wenigen Stunden, bei denen das Arbeiten im Freien eingestellt werden soll. Dafür spricht vieles! Die körperliche Arbeitsleistung verringert sich bei diesen tropischen Temperaturen um mehr als die Hälfte. Die Unfallgefahr erhöht sich um ein Vielfaches in den Nachmittagsstunden. Auch Bauarbeiter haben das Recht, unter menschlichen Bedingungen zu arbeiten. Bei körperlicher Schwerarbeit im Freien bei Temperaturen von mehr als 35 Grad kann man davon nicht mehr sprechen!"

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