• 06.08.2013, 13:08:00
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WKÖ-Gleitsmann: Modell der 24-Stunden-Pflege hat sich bewährt - Abschaffung würde allen Beteiligten schaden

Zwingende Anstellung aller Betreuer würde Kosten verdoppeln - Aus für tausende Betreuungsplätze oder Flucht in die Schwarzarbeit wären die Folge

Utl.: Zwingende Anstellung aller Betreuer würde Kosten verdoppeln -
Aus für tausende Betreuungsplätze oder Flucht in die
Schwarzarbeit wären die Folge =

Wien (OTS/PWK559) - "Wie die Fakten zeigen, besteht kein Grund,
das funktionierende Modell der selbständigen Personenbetreuung
abzuschaffen. Eine Änderung wäre teurer und würde allen Involvierten
schaden", kommentiert Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für
Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute
vom Hilfswerk Österreich präsentierten Ergebnisse einer Studie zur
24-Stunden-Pflege. Demnach hat sich das seit 2007 geltende System,
das die Erbringung auch durch selbständige Personenbetreuer
ermöglicht, für alle Beteiligten bewährt.

"Das ÖGB-Modell einer zwingenden Anstellung aller Betreuer wäre
für alle Betroffenen ein trojanisches Pferd", so Gleitsmann. Die
notwendige Anstellung würde die Kosten verdoppeln, was wiederum die
Pflegebedürftigen treffen würde. Letztlich würden auch nicht die
Trägervereine zu Arbeitgebern der Personenbetreuer mit allen Rechten
und Pflichten, sondern die Pflegebedürftigen, nach denen sich ja
Leistungsort und Leistungszeit richten.

Tausende Betreuungsplätze würden aufgrund der Kostensteigerung
wegfallen oder in Schwarzarbeit zurückfallen. "Alle Beteiligten
hätten mehr Schaden als Nutzen. Auch den Personenbetreuern, die mit
dem System zufrieden sind, würde mit der Abschaffung des jetzigen
Modells einen Bärendienst erwiesen", warnt Gleitsmann. Für die
Tätigkeit der Personenbetreuung sei durchaus auch selbständiges
Agieren notwendig, weshalb diese, wie auch der Oberste Gerichtshof
bestätigt hat, jedenfalls auch in selbständiger Form durchführbar
ist. (SR)

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