- 06.08.2013, 13:00:10
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Hilfswerk-Umfrage zu Personenbetreuer/innen: weiblich, 48, mit sehr guter Bildung, zufrieden, engagiert und familiär gut integriert
Präsident Othmar Karas: "Die 24-Stunden-Betreuung hilft allen, den betroffenen Personen und deren Angehörigen, den Betreuer/innen und der Öffentlichen Hand, die viel Geld spart!"
Utl.: Präsident Othmar Karas: "Die 24-Stunden-Betreuung hilft allen,
den betroffenen Personen und deren Angehörigen, den
Betreuer/innen und der Öffentlichen Hand, die viel Geld
spart!" =
Wien (OTS) - Seit sechs Jahren ist die 24-Stunden-Betreuung in
Österreich legal möglich. Dem Hilfswerk war von Anfang an nicht nur
die Zufriedenheit der Kunden ein großes Anliegen sondern auch die
Zufriedenheit der vermittelten Personenbetreuerinnen und
Personenbetreuer, die fast ausschließlich aus den benachbarten
EU-Ländern stammen und auf selbstständiger Basis mit österreichischem
Gewerbeschein arbeiten.
Qualität entscheidend
"Nur wer seine Arbeit gern tut, macht sie auch wirklich gut!", ist
Karin Fürst überzeugt. Sie ist gemeinsam mit Walter Marschitz als
Geschäftsführerin für die 24-Stunden-Betreuung im Hilfswerk
verantwortlich. "Die Qualität der Arbeit aber auch das Menschliche
muss für alle Beteiligten passen."
Hohe Zufriedenheit
"Das Ergebnis der Umfrage ist tatsächlich sensationell", sagt
Marschitz. "81% der befragten Personenbetreuer/innen fühlen sich in
der Familie, wo sie wohnen und arbeiten, sehr wohl, 62% haben sogar
das Gefühl gewonnen, ein Mitglied dieser Familie zu sein. 92% sind
mit ihrer konkreten Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden!".
Erfahrene Arbeitskräfte
"Mit dem Ergebnis der Umfrage wurden auch einige Mythen zerstört",
kommentiert auch Hilfswerk-Präsident Othmar Karas das Ergebnis.
"Jungfamilien, die durch die Arbeit in Österreich getrennt werden,
sind extrem selten. Das Durchschnittsalter der Personenbetreuer/innen
(zu 94% Frauen), die das Hilfswerk vermittelt, beträgt 48 Jahre,
deren jüngstes Kind ist zu 75% über 18 Jahre alt, weitere 11% haben
noch Kinder zwischen 14 und 18 Jahren", sagt Karas.
In der Heimat arbeitslos
"Wir nehmen unseren Nachbarländern auch keine dringend benötigten
Arbeitskräfte weg. Obwohl 76% der Personenbetreuer/innen Matura oder
sogar einen Hochschulabschluss haben und weitere 21% eine
Mittelschulabschluss, waren 48% der Personenbetreuer/innen vorher
arbeitslos, 89% gaben an, dass es in ihrem Heimatland schwierig oder
sehr schwierig ist, eine Arbeit zu finden.", so Karas.
Win-Win-Win-Modell
"Insgesamt ist das System der 24-Stunden-Betreuung in Österreich
ein voller Erfolgt!", ist Othmar Karas überzeugt. "Das beweisen auch
die Zahlen: Laut Wirtschaftskammer gibt es 43.159 aktive
Personenbetreuer/innen in Österreich. Laut unserer Befragung sind die
Personenbetreuer/innen zu 81% mit ihrer derzeitigen Situation in
Österreich allgemein sehr zufrieden oder zufrieden. Das System selbst
wird von 65% sehr gut oder gut bewertet 30% finden es mittelmäßig und
nur 2% eher schlecht."
Alternativen viel zu teuer
"Angesichts dieser eindeutigen Zahlen ist die Forderung des ÖGB
nach einem Verbot der 24-Stunden-Betreuung auf selbständiger Basis
völlig unverständlich", so Karas weiter. "Ein solches Verbot wäre
nicht im Interesse der Betroffenen, wäre für die öffentliche Hand und
die pflegebedürftigen Menschen weit teurer und würde auf einen Schlag
die Versorgung mehrerer tausend Menschen gefährden. Sollte sich der
ÖGB - was nicht zu hoffen ist - mit seiner Forderung durchsetzen,
gäbe es vier denkbare Alternativszenarien:
1) 25.000 zusätzliche Pflegeheimplätze würden allein in der
Errichtung 2,5 Milliarden Euro kosten. Die öffentliche Zuzahlung pro
Heimplatz liegt im Schnitt (ohne Wien) bei etwa 1.450 Euro gegenüber
550 Euro bei der 24-Stunden-Betreuung. Macht in Summe 270 Millionen
Euro pro Jahr.
2) Die Anstellung bei Trägern wäre wegen arbeitsrechtlicher und
kollektivvertraglicher Vorschriften (Ruhezeiten, Mindestlohn etc.)
nicht unter 4.000 Euro pro Monat zu organisieren. Damit würden sich
die Kosten verdoppeln. Bisher war der ÖGB auf Sozialpartnerebene
jedenfalls nicht bereit, adäquate Rahmenbedingungen dafür zu
schaffen.
3) Die Anstellung in den Haushalten ist jetzt schon möglich, wird
in Einzelfällen auch praktiziert, kommt aber pro Monat um etwa 1.000
Euro teurer, die derzeit etwa zur Hälfte von Betroffenen und
öffentlicher Hand (höhere Förderung) getragen werden. Problematisch
dabei ist, dass die betroffenen Privatpersonen (Pflegebedürftige oder
ihre Angehörigen) als Arbeitsgeber mit allen damit verbundenen
Verpflichtungen fungieren.
4) Rückfall in die Schwarzarbeit. Dieses (wahrscheinlichste)
Alternativszenario kann nicht im Interesse der Betroffenen und auch
nicht des ÖGB liegen", so Karas abschließend.
Die Presseunterlagen und die Details zur Umfrage der
Personenbetreuer/innen, zur 24-Stunden-Betreuung im Hilfswerk, Preise
und Förderungen finden Sie auf www.hilfswerk.at.
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