- 06.08.2013, 11:59:54
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Industrie zu Integrationsbericht: Bildung und Integration als Standortsicherung
IV-Vize-GS Koren: Bildungsgarantie als definiertes Bildungs- und Qualifikationsniveau für alle Jugendlichen verankern - Elementarpädagogik stärken und aufwerten
Utl.: IV-Vize-GS Koren: Bildungsgarantie als definiertes Bildungs-
und Qualifikationsniveau für alle Jugendlichen verankern -
Elementarpädagogik stärken und aufwerten =
Wien (OTS/PdI) - "Für junge Menschen ist ein Grundstock an
allgemeiner Bildung unerlässlich, wollen sie erfolgreich in das
Berufsleben eintreten. Dazu gehört, dass sie Lesen, Schreiben und
Rechnen beherrschen, wenn sie ihre Bildungslaufbahn beenden", so der
Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Peter
Koren anlässlich des heute, Dienstag präsentierten
Integrationsbericht. "Die angedachte 'Bildungspflicht' anstatt einer
ausschließlich zeitlich definierten Schulpflicht ist erstrebenswert.
Allerdings müsse das Bildungswesen alles dazu tun, damit junge
Menschen die Bildungsziele so rasch als möglich erreichen",
unterstützte der Vize-Generalsekretär die Forderung des
Expertenrates. Die IV habe bereits im Juni 2013 in ihrem
Strategiepapier "Bildung und Integration: Der Beitrag von Bildung zu
erfolgreicher Integration" eine solche Bildungspflicht oder
Bildungsgarantie vorgeschlagen. "Ziel muss sein, im Zeitraum von neun
Jahren ein definiertes Bildungs- und Qualifikationsniveau zu
erreichen. Wird dieses Niveau allerdings nicht erreicht, sollen
Bildungsinhalte auch darüber hinaus innerhalb einer gewissen
Zeitspanne nachgeholt und positiv zum Abschluss gebracht werden
können. Dies müsse gleichermaßen für Jugendliche mit als auch ohne
Migrationshintergrund gelten", so Koren.
In diesem Zusammenhang wird auch ersichtlich, wie wichtig
Investitionen in die Frühförderung bzw. im elementarpädagogischen
Bereich sind, denn damit wären zahlreiche Folgeprobleme im späteren
Bildungsverlauf mit Sicherheit zu vermeiden. "Jeder in Frühförderung
investierte Euro bringt volkswirtschaftlich gesehen einen mindestens
achtfachen Nutzen als 'Return on Investment' bzw. 'Return on early
Education' in den weiteren Schuljahren", betonte Koren. Zentrale
Maßnahmen dafür seien die Schaffung von österreichweit einheitlichen
und verbindlichen Qualitätsstandards in den elementarpädagogischen
Einrichtungen sowie eine gezielte Sprachförderung im Kindergarten.
Vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels sei dringend
geboten, der Unterrepräsentanz von Jugendlichen mit
Migrationshintergrund in der dualen Ausbildung entgegen zu wirken.
"Der Fachkräftebedarf in den Unternehmen steigt, aber gute Lehrlinge
sind immer schwieriger zu finden. Daher ist es ein Gebot der Stunde,
vor allem junge Leute mit Migrationshintergrund vermehrt für die
duale Ausbildung zu gewinnen, ihr Potenzial zu erkennen und zu
heben", so der Vize-Generalsekretär. Dies sei nicht nur aus bildungs-
und integrationspolitischer Sicht eine Notwendigkeit, sondern
schlicht eine Standort- und Wettbewerbsfrage.
Besonders begrüßenswert ist die Forderung Bachelor-Absolventinnen
und -Absolventen den Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte zu gewähren, denn
die Bachelor-Ausbildung orientiere sich stark am österreichischen
Arbeitsmarkt: "Diese Personen sind gut ausgebildete junge motivierte
Menschen, denen wir keine Möglichkeit bieten, trotz hohem
Integrationsgrad auf dem österreichischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Dadurch verlieren wir qualifizierte Akademikerinnen bzw. Akademiker
und damit auch einen innovativen Beitrag zur Steigerung des
Wirtschaftswachstums", betonte der Vize-Generalsekretär.
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