Jank: Dem Güterterminal Inzersdorf müssen weitere Infrastrukturprojekte folgen

Wien (OTS) - Als wichtigen Schritt bewertet Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, den heutigen Spatenstich zum Bau des Güterterminals Inzersdorf. Für Jank kann dies aber erst der Anfang einer Reihe von notwendigen Infrastrukturmaßnahmen in Wien sein. Denn die Wiener Betriebe brauchen dringend ein Verkehrskonzept, das den Wirtschaftsverkehr ausreichend berücksichtigt. "Wenn wir Wien zu einer Smart City weiterentwickeln wollen, muss das Prinzip der Stadt der kurzen Wege oberstes Gebot sein", erklärt Jank. Ausreichend Logistikflächen und ein intelligentes Stadtlogistikkonzept für die rasche und effiziente Umverteilung der Güter sind zwingend erforderlich. "Es ist positiv, dass mit dem Terminal Inzersdorf ein großer Logistikhub entsteht. Wien braucht aber auch ein neues, zukunftsfähiges Logistikkonzept, wenn die innerstädtischen Güterumschlagflächen weniger werden. Denn schließlich werden die Waren auch in der Stadt und nicht nur am Stadtrand benötigt", sagt Jank.

Hochrangige Verkehrsprojekte für Wien
Wien wächst. Alleine im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einwohner um 24.000 Menschen gestiegen und hat die Bundeshauptstadt nach Berlin und knapp vor Hamburg zur zweitgrößten deutschsprachigen Stadt gemacht. Gleichzeitig steigen natürlich die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. Aus Sicht der Wirtschaftskammer Wien gibt es zwei besonders dringliche Verkehrs-Projekte, die rasch in Angriff genommen werden müssen.

So hat der Lückenschluss der S1 Nordostumfahrung zwischen Schwechat und Süßenbrunn absolute Priorität, um das wachsende (Transit-) Verkehrsaufkommen steuern zu können und um den Güterterminal im Hafen Freudenau besser zu erschließen. Die A23 als Nadelöhr würde dadurch deutlich entlastet, die Stadtentwicklungsgebiete am Stadtrand besser angebunden und die Logistikzentren im Norden und Süden Wiens optimal vernetzt.

Gleiches gilt für die geplante A-23-Spange Aspern, die das neue Stadterweiterungsgebiet Aspern für den Verkehr erschließen soll. Die Verkehrsinfrastruktur muss gleichzeitig mit der Seestadt gebaut werden. Denn ohne adäquate Straßenanbindung verspielt man dort die Chance auf einen hochwertigen Technologie- und Forschungsstandort, der tausende Arbeitsplätze langfristig schaffen würde. Stattdessen würde die Seestadt Aspern zur reinen Schlafstadt mutieren.

"Der Bau des Güterterminals Inzersdorf ist ein guter Anfang. Gleichzeitig müssen aber auch wichtige Straßenbauprojekte mit Hochdruck vorangetrieben werden, um dem steigenden Mobilitätsbedarf einer stark wachsenden Metropole gerecht zu werden.", sagt Jank.

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