Grüne fordern Rechtsanspruch auf Krippenplatz ab 1. Lebensjahr

Musiol: Bundeseinheitliche Qualitätssicherung dafür jedoch entscheidend

Wien (OTS) - "Krippen sind die ersten Stationen am Bildungsweg junger Menschen. Frühe Förderung ist der Schlüssel zu mehr Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Daher sollte jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen qualitativ hochwertigen Bildungs- und Betreuungsplatz haben", sagt die Grüne Familiensprecherin Daniela Musiol.

Musiol sieht in der Verankerung des Rechtsanspruches auch einen Weg zur Beschleunigung des bisher schleppenden Ausbaus. Noch immer haben österreichweit nur 20 Prozent der Kinder einen Krippenplatz. Erst wenn Eltern nicht mehr nur Bittsteller für einen Krippenplatz sind, sondern ein Recht auf einen Platz haben, werden Bund und Länder mehr Tempo in den Ausbau legen.

Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines Rechtsanspruches, ist die Schaffung bundeseinheitlicher Qualitätskriterien. "Wir fordern dies seit Jahren in Anträgen. Ein Rechtsanspruch darf nicht zu Lasten der Qualität gehen. Die Gruppengröße, die Ausbildung des Personals sowie der PädagogInnen-Kind-Schlüssel sollen auf Bundeseben einheitlich festgelegt werden. Denn ein Bildungserfolg kann der Krippenbesuch nur sein, wenn die Qualität passt", meint Musiol.

"Damit der Rechtsanspruch auch in Österreich umgesetzt werden kann, braucht es eine massive finanzielle Anstrengung der nächsten Regierung. SPÖ und ÖVP haben es in den vergangen fünf Jahren nicht einmal geschafft, für jedes dritte Kind einen Krippenplatz zur Verfügung zu stellen. Das ist leider auch keine große Überraschung, wenn jährlich nur 15 Millionen Euro von Bundesseite ausgeschüttet werden. Just am Ende der Amtszeit kündigen SPÖ und ÖVP nun mehr Geld für den Ausbau an und stellen einen Rechtsanspruch in Aussicht. Eltern und PädagogInnen haben genug von leeren Versprechungen. Wir wollen Taten sehen", sagt Musiol.

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