Sechs Festnahmen aufgrund des Verdachts der organisierten Schlepperei in Wien

Schlag gegen die organisierte Schlepperei in Österreich

Wien (OTS) - Seit März 2013 werden über Auftrag der Staatsanwaltschaften Wien und Wiener Neustadt unter operativer Leitung des Bundeskriminalamtes Wien / SOKO Schlepperei Süd intensive Ermittlungen gegen eine Tätergruppe geführt. Im Zusammenwirken mit In- und ausländischen Behörden wird gegen diese große kriminelle Organisation ermittelt, die Schleppungen von vorwiegend pakistanischen Staatsbürgern organisiert und durchführt. Die Schleppungen erfolgten von Kleinasien über die sogenannte "Balkanroute" nach Österreich und weiter in den EU-Raum:
hauptsächlich nach Deutschland und Frankreich aber auch nach Skandinavien. Die Erhebungen haben ergeben, dass pro geschleppter Person bis zu 10tausend Euro verlangt wurden. Bis jetzt konnten der Organisation Schleppungen von mindestens 300 Personen - vorwiegend aus Pakistan - und ein Umsatz von mindestens 3 Millionen Euro nachgewiesen werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass von dieser Organisation in den letzten Monaten mindestens 1.000 Personen geschleppt wurden.

Ab 29. Juli 2013 wurden in Wien fünf Haftbefehle der Staatsanwaltschaften Wien und Wiener Neustadt vollzogen als mehrere Verdächtige im Begriff waren sich ins Ausland abzusetzen. Eine Festnahme ergab sich aufgrund der Ermittlungen vor Ort. Drei der Verhafteten waren Unterkunftnehmer im Servitenkloster in Wien-Alsergrund. Die weiteren Ermittlungen sind im Gange.

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