SPÖ Fellner zur "Leyroutz-Affäre": Noch mehr Erklärungsbedarf nach Rechtfertigungsversuchen

Fellner: Widersprüchliche Rechtfertigungsversuche sorgen für weitere Unklarheiten in "Leyroutz-Affäre". Alle Fakten und Unterlagen von unabhängigen Fachleuten überprüfen lassen.

Klagenfurt (OTS) - Die Rechtfertigungsversuche von FPÖ-Klubobmann Leyroutz in der sogenannten "Leyroutz-Affäre"
seien widersprüchlich und sorgen für weitere Unklarheiten, so SPÖ-Landesgeschäftsführer Daniel Fellner in einer ersten Reaktion auf die Erklärungsversuche Leyroutz'.

In der "Leyroutz-Affäre" geht es, wie vom Landesrechnungshof (LRH) kritisiert, um die von der FPÖ nicht korrekt nachgewiesene Verwendung von mehr als 150.000 Euro öffentlicher Fördergelder sowie um weitere Kritikpunkte wie schlampige Buchführung, lückenhafte Kassabücher oder Differenzen bei den Salden.

Leyroutz behauptet in einer auffallend kurzen Aussendung, dass Aufgrund der Kritik des Landesrechnungshofberichts vom Februar 2013 "sämtliche Unterlagen überprüft und dem Rechnungshof nachgewiesen" worden seien. "Alle Unklarheiten wurden endgültig geklärt", heißt es in der Aussendung.

"Das einzige Was in der "Leyroutz-Affäre" klar zu sein scheint, sind die schwammigen Rechtfertigungsversuche, wenn es um Skandale und fragwürdige Machenschaften der FPÖ geht", kommentiert Fellner die Behauptung Leyroutz', er sei "im geprüften Zeitraum bis einschließlich März 2009 weder Parteiobmann, noch in sonstiger Funktion in Verantwortung für die Parteifinanzen tätig" gewesen. Die APA berichtet von einer Prüfung der Jahre 2006 bis 2011. Leyroutz war seit 2010 Landesparteiobmann der FPÖ-Kärnten ((c)
http://www.fpoe-ktn.at/index.php/christian-leyroutz).

Ebenso unklar ist, wann Leyroutz die Unterlagen übermittelt haben will, er spricht sehr unpräzise von "Ende März", offen bleibt das konkrete Jahr.
Damit bleiben die Widersprüche in der zeitlichen Abfolge weiterhin unklar und es fehlt eine Erklärung, warum 16.300 Euro für Rechtsberatung Leyroutz' zweimal überwiesen wurden und Leyroutz selbst eine Überweisung beauftragt habe. Es sei auch zu hinterfragen, warum Überprüfung und Nachweis der Unterlagen sowie die Rückzahlung der Doppelüberweisung erst nach den Beanstandungen des LRH tätig erfolgt sei.
Mit seinen Rechtfertigungsversuchen in der "Leyroutz-Affäre" habe der FPÖ-Klubobmann statt Aufklärung nur noch mehr Verwirrung gestiftet, stellt Fellner dazu fest.

"Wenn die FPÖ in der "Leyroutz-Affäre" nichts zu verbergen hat, dann soll sie alle Fakten und Unterlagen offen legen und sie von unabhängigen Fachleuten auf ihre Richtigkeit hin überprüfen lassen", fordert Fellner, denn die letzten Reste an Glaubwürdigkeit haben die FPÖ und ihr Klubobmann mit der "Leyroutz-Affäre" endgültig verspielt.

"Dieses Mal werden die FPÖ und ihr Klubobmann Leyroutz sich nicht aus der Verantwortung stehlen können, indem sie allen anderen jene fragwürdigen Machenschaften andichten, bei denen sie selbst höchsten Erklärungsbedarf haben. Wie der Schelm denkt, so ist er", so Fellner abschließend.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Kärnten, Klagenfurt

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS90002