Bifrangi SpA errichtet moderne Produktionsstätte in Kärnten

Erfolg für Wirtschaftsstandort Kärnten: Investitionen von 50 Millionen Euro bringen langfristig bis zu 70 neue Arbeitsplätze in Althofen

Althofen (OTS) - Das italienische Großunternehmen Bifrangi SpA kaufte gestern 30.000 m2 Industrieareal in Althofen, gleichzeitig wurden 70.000 m2 optioniert. Bifrangi wird in Kärnten einen Produktionsstandort zur Bearbeitung von Komponenten für die Automobilindustrie errichten und investiert bis 2015 rund 24 Millionen Euro. Langfristig ist eine Verdopplung des Investmentvolumens vorgesehen.

Im Herbst 2010 gab es erste Medienberichte in Italien, dass die Bifrangi SpA auf der Suche nach einem neuen Standort im Ausland sei. Schon eine Woche später gab es auf Initiative der Entwicklungsagentur Kärnten GmbH (EAK) und ABA-Invest Austria (ABA) den ersten Kontakt, bei dem der Wirtschaftsstandort Österreich bzw. Kärnten ausführlich präsentiert wurde. Seither evaluierte das Unternehmen Standorte in ganz Europa. Die EAK und die ABA blieben im regelmäßigen Kontakt mit Bifrangi. Im Januar 2013 signalisierte die Firma konkretes Interesse an einer Ansiedlung in Kärnten. Eine intensive gemeinsame Bearbeitung des Projektes begann, das mit der gestrigen Vertragsunterzeichnung seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte.

Auf dem 30.000 m2 großen Grundstück wird zunächst eine 10.000m2 große Halle errichtet. Bis 2016 ist die Errichtung von sechs Produktionslinien geplant, um die halbfertigen Radnarben und Zahnräder, die aus dem Werk in Italien nach Althofen gebracht werden, mechanisch weiter zu bearbeiten. Von Althofen aus werden die fertigen Produkte an die Endkunden verschickt.In den ersten drei Jahren werden 23 Arbeitsplätze, in fünf Jahren über 40 Arbeitsplätze und langfristig rund 70 neue Arbeitsplätze am Standort geschaffen.

Francesco Biasion (Geschäftsführer Bifrangi SpA) bedankte sich beim Land Kärnten und der EAK für die rasche Umsetzung und professionelle Unterstützung des Projektes. "Wir haben uns für Kärnten aufgrund des unternehmerfreundlichen Steuersystems, dem flexiblen Arbeitsrecht und vor allem wegen der kurzen und schnellen Behördenwege entschieden. Die Genehmigung für die Realisierung einer Produktionsanlage geht im Vergleich zu Italien extrem schnell und unkompliziert. Von Kärnten aus werden wir die neuen Aufträge des Automotive Sektors für die Märkte Mittel-, Nord- und Osteuropa abwickeln, da Kärnten logistisch gesehen ein guter Ausgangspunkt für die Vermarktung unserer Produkte ist", begründete er die Standortentscheidung.

"Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist jede Betriebsansiedelung in Kärnten von besonderer Bedeutung", begrüßte Landeshauptmannstellvertreterin Dr. Gaby Schaunig die erfolgreiche Ansiedlung. "Im Vergleich mit dem restlichen Österreich zeigt sich, dass die Entwicklung in Kärnten in den letzten Jahren bei der Beschäftigungszahl, der Sachgüterproduktion und dem BIP weniger positiv war. Die Entscheidung der Bifrangi GmbH für den Standort Kärnten zeigt auch, dass wir als Wirtschaftsstandort wieder attraktiv werden. Dazu beigetragen hat sicher die neue politische Ausrichtung Kärntens und die Forcierung der Beziehungen mit dem benachbarten Ausland durch den Landeshauptmann."

"Aktive Nachbarschaftspolitik ist ein wichtiger Baustein, um die Rolle Kärnten im Herzen Europas besser auszunützen", erklärte Landesrat Dr. Wolfgang Waldner und nimmt die Politik selbst in die Verantwortung. "Wir schaffen es seit März, das Ansehen des Landes im Ausland wieder zu steigern und mit einer neuen Willkommenskultur erreichen wir für das Land ein Image, das geprägt ist von Offenheit und Toleranz. Kärnten kann seine Wahrnehmung im Ausland nur mit positiven Schlagzeilen stärken, mit einem neuen Image als attraktiver Arbeits- und Bildungsstandort. Das sind wichtige Voraussetzungen für Betriebsansiedelungen. Daran müssen wir arbeiten und dafür hat die Politik die Rahmenbedingungen festzulegen. Das liegt alleine in unserer Verantwortung."

Sabrina Schütz-Oberländer, Geschäftsführerin der EAK, machte deutlich, dass das Interesse der italienischen Unternehmen an Kärnten aktuell sehr hoch ist. "Wie die Ansiedlungsentscheidung von Bifrangi bestätigt, stammen rund 60 % der Erstanfragen und der bearbeiteten Projekte aus Italien. Die Gründe dafür liegen u.a. im stabilen österreichischem Steuer- und Rechtssystem, in den raschen Behördenverfahren und dem flexiblen österreichischem Arbeitsrecht. Kärnten hat den Vorteil der Grenznähe, der verbreiteten Kenntnis der italienischen Sprache und des langjährig aufgebauten Netzwerkes. 2013 erwarten wir uns die Realisierung von zwei bis drei weiteren Gewerbe-und Industrieprojekten aus dem Alpe-Adria-Raum."

"Die Ansiedlung von Bifrangi freut mich als Bürgermeister der Gemeinde besonders. Es ist unglaublich wichtig für uns Unternehmen zu gewinnen und damit wichtige Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Nur so gelingt es uns, junge Menschen in der Gemeinde zu halten und ihnen hier eine Zukunftsperspektive zu bieten", erklärt Manfred Mitterdorfer, Bürgermeister der Stadtgemeinde Althofen.

Zur Bifrangi SpA:

Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Mussolente, Vicenza, besteht seit über 150 Jahren und beschäftigt 900 Mitarbeiter weltweit. Bifrangi fertigt Stahlkomponenten für die Bereiche PKW, Traktoren und Industrieanlagen. Hauptkunden sind u.a. BMW, Deutz, Koyo Beatings, John Deere und Caterpillar.

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